Oberliga

Wettenberg verdient sich Remis

Das Oberliga-Derby endet 28:28: Die Wettenberger Handballer liefern der Wetzlar U23 ein packendes Spiel, müssen sich letztlich aber mit dem Punkt zufrieden geben.
10. November 2017, 22:16 Uhr
Ordentlich zugepackt: Lukas Gümbel (l.) von der Wetzlarer U23 wird von Marcel Köhler (HSG Wettenberg) gestoppt. (ras)

Im Freitagabend-Derby der Handball-Oberliga trennten sich die HSG Wetzlar U23 und die HSG Wettenberg mit einem 28:28 (14:14)-Unentschieden. Es war eine spannende Partie, die weder mit Toren noch spektakulären Aktionen auf beiden Seiten geizte. Letztlich ein gerechtes Unentschieden, mit dem beide Seiten gut leben können.

Die Gastgeber wollten der körperlich überlegenen Angriffsreihe der Wettenberger mit einer offensiven 3:2:1-Abwehr den Zahn ziehen. So entwickelte sich eine ausgeglichene Anfangsphase, in der sich in der ersten Viertelstunde keine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen konnte. Wetzlar hatte erhebliche Probleme, die 6:0-Deckung der Gäste zu knacken. Zwar brachte man den Verband mit schnellen Richtungswechseln in Bewegung, aber in den Eins-gegen-Eins-Situationen lief man sich allzu oft fest.

Mit Würfen aus dem Rückraum hatte es Wetzlar noch schwerer, sodass oft nur schnelle Einzelaktionen oder Pässe zu den Außenpositionen zum Erfolg führten. Ein Doppelpack von Timo Ludwig bedeutete die erste Drei-Tore-Führung der Gastgeber – 9:6 in der 18. Minute. Die sofortige Auszeit von Wettenbergs Coach Axel Spandau führte zunächst nicht zum Erfolg, denn kurze Zeit später tankte sich Lukas Gümbel durch die Gäste-Reihen und netzte zum 10:6 ein. Nach dem 8:12-Rückstand versuchte Wettenberg mit einer offensiv ausgerichteten Deckung gegen den inzwischen eingewechselten Hendrik Schreiber und Fabian Kraft den Druck aus dem Wetzlarer Angriffsspiel zu nehmen. Prompt leisteten sich die Grün-Weißen technische Fehler und Fehlwürfe, die die Gäste zum 14:14 zur Pause nutzten.

Aus der kam Wettenberg deutlich konzentrierter und ging mit 17:15 in Führung. Auch aus einem Überzahlspiel in der 38. Minute konnten die Gastgeber kein Kapital schlagen, sondern gerieten mit 17:20 ins Hintertreffen. Doch Wetzlar steckte nie auf, glich durch Julian Wallwaey zum 20:20 aus (45.). Nun blieb es eine enge Partie, in der es in Wild-West-Manier Schlag auf Schlag weiterging. Keine Mannschaft konnte sich absetzen und so entschied nach dem 28:27 von Marcel Köhler auf Seiten der Gäste, ein Siebenmeter die Partie. Timo Ludwig trat gegen Stroh in den Ring und versenkte zum 28:28. »Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden«, meinte Spandau hinterher. »Wenn mir vor dem Spiel jemand einen Punkt angeboten hätte, hätte ich ihn natürlich genommen. Doch so haben wir einen Punkt verschenkt.« »Das sehe ich ähnlich«, erklärte HSG-Trainer Andy Klimpke. »Mit dem letzten Wurf ein Tor zu kassieren ist immer blöd. Es war ein Derby in dem es immer körperlich zur Sache ging. Wir haben zu viele Bälle liegen gelassen und technische Fehler gemacht.«

HSG Wetzlar U23: Florian Gümbel, Klimpke; Wallwaey (5), Lukas Gümbel (2), Reuschling, Lindenstruth (3), Schreiber (3), Schwalbe, Kraft (5/1), Okpara, Lauber, Ludwig (10/4).

HSG Wettenberg: Dellner, Stroh; Nenad, Niclas Puhl (1), Olbert, Sascha Puhl (2), Warnke (5/3), Schneider (2), Henkel (1), Köhler (9), Kneissl (3), Kühn (2), Weise (3).

SR: Kaplan/Scheld. – Z: 350. – Zeitstrafen: 4:6 Min. – Siebenmeter: 7/5:3/3.

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