Oster-Motocross

Dominic Meuser siegt trotz Top-Konkurrenz in Langgöns

Das Osterwochenende bildet bei den Motocross-Piloten traditionell den Saisonauftakt. Dazu geht's für die besten Fahrer Deutschlands an den Günter-Leibrock-Ring nach Langgöns. Wir waren dabei.
20. April 2017, 16:00 Uhr
Dominic Meuser vom AMC Langgöns ist beim Oster-Motocross bester heimischer Pilot und gewinnt die MX2-Klasse. (Foto: Wissgott)

Auf der sprunggewaltigen 1600 Meter langen Strecke des Günter-Leibrock-Rings in Langgöns mit seinen insgesamt 17 Tables und Sprüngen fahren die Motocross-Piloten an Ostern traditionell um die ersten Punkte im Jahr. Dabei schaffte mit MX2-Pilot Dominic Meuser ein Fahrer des heimischen AMC den Sprung nach ganz oben aufs Treppchen.

Die Läufe am Leibrock-Ring gehören zum »Motocross-Cup des ADAC Hessen-Thüringen«, der bereits im zweiten Jahr ausgetragen wird. Außerdem traten 51 der über 250 Starter im 2-Takt-Cup des DMV (Deutscher Motorsportverband) an. Insgesamt wurden am Sonntag in jeder Klasse zwei Läufe ausgetragen. Für den Montag waren elf Rennen angesetzt, die jedoch dem Wetter zum Opfer fielen.


Stern bester Langgönser Youngster

Nach den Trainingsläufen am Sonntagvormittag waren die 85-ccm-Piloten die ersten, die am Startgatter standen. Bester heimischer Fahrer auf Platz 16 war in dieser Klasse Tristan Alexander Manz (Grävenwiesbach) vom ausrichtenden AMC Langgöns. In der darauf folgenden kleineren 65-ccm-Hubraum-Klasse gingen drei Langgönser Youngster an den Start. Der Busecker Emilio Romeo Stern beendete nach zwei vierten Plätzen die Tageswertung als Fünfter. Sein Vereinskollege Darren Spaar fuhr auf Rang 19 vor Ryan Shia Bretz (Langgöns), der am Ende des Renntags auf Position 22 landete.

Die kleinsten Piloten starten in den 50-ccm-Rennen. Hier fuhr Michel Proksch vom AMC Langgöns mit seiner KTM aufs Podium und sicherte sich Platz zwei. Der zweite Langgönser Nachwuchscrosser Mika Dickenberger wurde Sechster von zehn Startern.


Enders auf dem Podium

Die Highlights des ersten Tages waren die Rennen der MX1- und MX2-Piloten. Die MX2-Klasse war mit 54 Piloten so voll besetzt, dass vor dem Finale zwei Ausscheidungsrennen gefahren wurden. Im zweiten Halbfinale zeigte Dominic Meuser vom AMC Langgöns schon eine sehr starke Leistung, fuhr Bestzeit und wurde Laufsieger. Nach wechselhaftem Wetter während den Vorläufen standen im Finalrennen dann 40 Fahrer bei guten äußeren Bedingungen am Start. Hier traf der Cleeberger Meuser auf hochkarätige Konkurrenz, denn in der MX 2 fahren auch Förderpiloten des ADAC, die ansonsten in der internationalen DM um Punkte kämpfen. Meuser erwischte auf seiner 250er Honda einen super Start und umrundete den Kurs über einen Großteil des Rennens auf Platz zwei liegen.« Ich habe mir meinen Konkurrenten angeschaut und zurechtgelegt«, sagte Meuser im Ziel. Nach einem Fehler des Führenden Jonas Oerter (Burbach) in Runde sieben übernahm Meuser die Führung und gab diese bis ins Ziel nicht mehr ab.

Die Freude war groß: »Normalerweise bin ich kein so guter Starter. Heute hat einfach alles gepasst, und ich bin super happy über den Sieg. Noch dazu bei diesem stark besetzten Feld.« Der Grünberger Mario Müller wurde 20. und Marcel Sandner aus Langgöns belegte Platz 38. Beide starten für Langgöns.

Im letzten Rennen des Tages kämpfte der Licher Robin Bergmann für den AMC um Punkte. Nach Rang vier in Lauf eins fuhr er nach 20 Minuten + 2 Runden im zweiten Rennen auf Position zwei. In der Tageswertung reichte es für den vierten Platz. Ein Platz auf dem Podium fuhr Joshua Enders (Grünberg) ein. Der KTM-Pilot holte im ersten Lauf sogar den Sieg, an den er im nächsten Umlauf nicht anknüpfen konnte und sich mit Rang fünf begnügen musste. Kawasaki-Fahrer Michael Kaiser (AMC Langgöns) belegte den 14. Platz in der Tageswertung. Mit Steven Steckel und Kevin Meuser gingen zwei weitere Langgönser auf den Supercross ähnlichen Rundkurs. Für die beiden endete der Tag auf Rang 36 und 37. Einige Hundert Zuschauer verfolgten am ersten Tag des Oster-Motocross elf spannende Rennen.


Enttäuscht, aber verständnisvoll


Am Montagmorgen wurden dann alle Protagonisten vom plötzlichen Wintereinbruch mit Schneefall überrascht. Nach etwas Warterei wurden alle Piloten von Rennleiter Armin Bolz und Organisationsleiter Dario Dapor zur Lagebesprechung gebeten. Hier entschieden sich als erstes die DMV-Piloten, nicht zu fahren, und am Ende waren auch alle anderen Teilnehmer damit einverstanden, die Rennen nicht zu starten. So fiel dann der komplette zweite Renntag dem turbulenten Osterwetter zum Opfer. Hier wären im 2Takt-Cup zahlreiche heimische Piloten aus Beuern und Langgöns am Start gewesen.

Der Vorsitzende des AMC Langgöns, Andrè Seipp, äußerte sich enttäuscht, aber verständnisvoll über die Entscheidung: »Natürlich hätten wir gerne die Rennen stattfinden lassen, aber die Sicherheit der Fahrer geht vor, und wir vollen vor allem am Anfang der Saison kein so hohes Risiko eingehen. Besonders Leid tut es mir auch für die Zuschauer, die nun umsonst den Weg an unsere Strecke gemacht haben.«

Für die Zuschauer bietet sich nun am letzten Mai-Wochenende in Laubus-Eschbach die nächste Gelegenheit, die Hessencup-Piloten zu sehen. Erst im September sind die Piloten des »DMV-2-Takt-Cup« beim MSV Lahnberge in Wolfshausen wieder in der Region zu sehen.

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