Benedikt Heil schnellster Extremläufer

(mw) 2600 Teilnehmer haben geflucht und gejubelt, geschrien und gebibbert, geschwitzt, gefroren, geblutet und sind verdreckt 26 Kilometer über Stock und Stein gelaufen, durch Wasser gewatet und getaucht, haben Stromschläge und Flammen abbekommen – und knapp über 2500 haben voller Stolz und von den Zuschauern als Helden gefeiert das Ziel beim Braveheart Battle auf dem Sportplatz in Münnerstadt (Franken) erreicht. 20 Läufer aus der Wetterau waren dabei, unter den zwei Teamnamen Bravehearts Wetterau und VfL Bad Nauheim.
14. März 2013, 14:23 Uhr
Benedikt Heil reckt die Arme in die Höhe. Er ist der Sieger 2013. (Foto: www.sportonline-foto.de)

Gemeinsam sind sie samt einiger Fans im Bus angereist – und der Sieger kam aus den eigenen Reihen. Der Friedberger Benedikt Heil war der schnellste Braveheart und durfte sich zumindest im Bus später feiern lassen. Als die Siegerehrung fast drei Stunden nach dem letzten Zieleinlauf startete, waren die Wetterauer schon fast zurück in der Heimat.

Der Braveheart dürfte die härteste Laufveranstaltung des Landes sein – sicher sind sich zumindest die drei Ober-Mörler Alexander Löwe, Christian Löwe und Robert Hausmanns. »Das war viel härter als der Strongman«, sagte das Trio, das bereits am Nürburgring schon am größten Lauf Deutschlands in dieser Kategorie teilgenommen hat (10 000 Starter). Sorin Onetiu meinte: »Das war anstrengender als in den Vorjahren«. Der Stammheimer war zum dritten Mal in Münnerstadt dabei.

Rund 50 Hindernisse mussten die Teilnehmer bezwingen – verteilt auf 26 Kilometer, gespickt mit 1500 Höhenmetern. Der wohl härteste Abschnitt befand sich in einem Wald, bei dem ein 400-Meter-Abhang mit rutschigem Unterholz mehrmals hoch- und runtergelaufen werden musste. Schlammig und nass wurde es bei den rund zehn Flussdurchquerungen, beim Schwimmen durch das eiskalte »Loch Ness« sowie beim Robben und Klettern in und durch Schlammlöcher.

Zwar hatte auch Benedikt Heil hier und da seine Probleme, doch nach 2:18:33 Stunden kam er als Erster ins Ziel – mit 15 Sekunden Vorsprung auf den Zweiten, mit dem er sich ein packendes Duell lieferte. »Es hat sehr viel Spaß gemacht, die Führung hat ständig gewechselt, die Hindernisse waren sehr anspruchsvoll«, bilanzierte Heil, der ebenso wie seine Wetterauer Mitstreiter mit den Braveheart-Farben Blau und Weiß im Gesicht antrat.

Einen Teil der heimischen Fraktion stellten die Judoka des VfL Bad Nauheim, die sich mit zahlreichen Laufeinheiten vorbereitet hatten und in rot-weißen Vereinsfarben inklusive Flagge auftraten. Wie alle anderen Wetterauer kamen sie vollzählig, erschöpft und stolz ins Ziel – ohne ernsthafte Verletzungen, dafür mit vielen Schürf- und Kratzwunden. Aber das sind zumindest die Judoka gewohnt.

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