Mietrechts-Tipp

Mitvermietete Einbauküche: Vermieter kommt für Schaden auf

In manchen Mietwohnungen steht bereits eine Einbauküche. Werden nach einer gewissen Zeit Reparaturen notwendig, muss der Vermieter dafür aufkommen. Der Mieter muss die Kosten unter anderen Bedingungen tragen.
25. September 2017, 05:00 Uhr
DPA
Mieter sollten sich vor dem Einbau der neuen Küche mit ihrem Vermieter abstimmen. Foto: Kai Remmers/dpa-tmn/dpa
Mieter sollten sich vor dem Einbau der neuen Küche mit ihrem Vermieter abstimmen. Foto: Kai Remmers/dpa-tmn/dpa

Ist eine Mietwohnung bei Vertragsbeginn mit einer Einbauküche ausgestattet, dann ist diese mit gemietet. Darauf weist der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland hin. Reparaturen an der Einbauküche fallen in diesem Fall in den Aufgabenbereich des Vermieters.

Das bedeutet: Schäden an der Küche muss der Mieter dem Vermieter melden. Nur wenn die Schäden aufgrund einer unsachgemäßen Benutzung entstanden sind, muss der Mieter die Kosten der Reparatur tragen.

Anders liegt der Fall, wenn der Mieter die in der Wohnung eingebaute Küche des Vormieters übernimmt oder eine eigene einbaut. Reparaturen an der eigenen Küche muss der Mieter selber veranlassen und bezahlen.

Gefällt dem Mieter die Einbauküche des Vermieters nicht und er will eine eigene in die Wohnung einbringen, dann kann er dies mit Zustimmung des Vermieters. Oft wird hierbei vereinbart, dass der Mieter die Einbauküche des Vermieters bei Auszug wieder einbaut.

Daher muss er die ausgebaute Einbauküche während der Mietzeit auch so lagern, dass diese vor Schäden geschützt wird. Das Risiko hierbei trägt der Mieter.