Countdown für 2018: Zehn Tipps rund um Silvester

Zehn, neun, acht... Auf den Countdown vor null Uhr an Silvester fiebert ganz Deutschland jedes Jahr hin. Damit der Rutsch ins neue Jahr reibungslos verläuft, helfen diese zehn Tipps.
27. Dezember 2017, 04:15 Uhr
Von den dpa-Korrespondenten
Damit der Silvesterabend ein voller Erfolg wird, sollten Verbraucher ein paar Dinge beachten - das reicht vom richtigen Feuerwerk bis zum passenden Sekt. (Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn)

Das richtige Essen, die richtige Feier, die richtigen Böller - damit beim Rutsch ins neue Jahr nichts schiefgeht, sollten Verbraucher an Silvester ein paar Dinge beachten. Zehn Tipps im Countdown:

Zehn - An Silvester herrscht vielerorts Ausnahmezustand. Das ist aber kein Freibrief für Mieter, am 31.12. die Wände wackeln zu lassen, sagt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund. Es ist zwar unrealistisch, an diesem Tag auf die Nachtruhe ab 22.00 zu pochen, gerade wenn der Lärm von draußen lauter ist als der von nebenan. Dennoch müssen Mieter Rücksicht nehmen - etwa indem sie die Bässe an der Musikanlage herunterdrehen sowie die Fenster schließen. Eine nette Geste ist es, die Nachbarn frühzeitig über die Party zu informieren oder gleich einzuladen. Das berechtigt aber nicht zu mehr Lärm. Verursacht ein Partygast einen Schaden im Hausflur, haftet der Mieter als Gastgeber mit. Und er muss Müll von der Party im Haus beseitigen.

Neun - Romantisch zu zweit vorm Raclette - oder auf die größte Party der Stadt? Unterschiedliche Vorstellungen von der perfekten Silvesternacht führen in vielen Beziehungen zu Krach. Da hilft nur eins: reden, reden, reden. Wer Ideen kombiniert und Kompromisse schließt, kommt trotzdem harmonisch ins neue Jahr. Und wenn man sich gar nicht einigen kann? «Oft kann es eine Lösung sein, eine Hälfte des Abends nach den Wünschen des einen, die andere Hälfte nach den Wünschen des anderen auszurichten», sagt die Psychologin Monika Deininger. Dann bekommen beide, was sie wollen.

Acht - Schnell noch gute Vorsätze fassen? Dann aber richtig: also keine vagen Absichtserklärungen, bei denen immer Hintertürchen offen bleiben. Wer wirklich etwas erreichen will, setzt sich konkrete und verbindliche Ziele, erklärt der Coach Michael Fridrich aus Aachen. «Ich könnte mal wieder mehr Sport machen» bleibt also oft ein guter Vorsatz. Besser ist: «Ich trainiere ab 2. Januar zweimal wöchentlich für je eine halbe Stunde im Fitnessstudio». Ein Beispiel im Beruf ist «Ich steigere mein Einkommen im kommenden Jahr um zehn Prozent» - statt lediglich «Ich will eine Gehaltserhöhung».

Sieben - Zeit für ein kleines Häppchen? Wenn schon, denn schon: Ein stilvoller Silvestersnack ist Kaviar. Die klassische Variante aus Wildfängen ist inzwischen Geschichte. Heute kommt das edle Dosenfutter aus der Zucht. Aber auch bei Farmkaviar gilt: «Einen guten Kaviar erkennt man an seinem Aussehen. Er ist nicht ölig, nicht feucht, sondern möglichst trocken. Er sollte klar schmecken, ein bisschen wie ein frisches Eigelb», erklärt Jörg-Michael Zamek vom Zuchtbetrieb Desietra in Fulda. Die Dose wird auf Eis serviert und am besten erst unmittelbar vor dem Verzehr geöffnet. Wichtig: keinen Löffel aus Metall verwenden, sonst kann die Oxidation den Geschmack verderben.

Sechs - Zeit, um den Sekt für null Uhr kalt zu stellen. Die gute Nachricht: Ein leckerer Tropfen muss nicht teuer sein, wie die Stiftung Warentest herausgefunden hat. Guter Sekt ist demnach schon ab drei Euro zu haben. Winzersekt stammt zu 100 Prozent aus den eigenen Trauben eines Winzers, industriell hergestellter Sekt kann aus Tafelweinen aus ganz Europa gemacht werden. Champagner darf nur heißen, was im französischen Weinanbaugebiet Champagne angebaut und gekeltert wird. Hergestellt wird er überwiegend aus drei Rebsorten: Pinot Noir (Spätburgunder), Pinot Meunier (Müllerrebe) sowie Chardonnay.

Fünf - Beim Kauf von Silvesterböllern sollten Verbraucher auf Prüfzeichen achten. Sie kaufen besser nur gekennzeichnete Knallkörper mit einem CE-Zeichen und einer Registriernummer, um sich und andere nicht in Gefahr zu bringen. Die Kennnummer 0589 steht dabei für die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM). F2 ist die Feuerwerksklasse für Raketen, Batterien oder Knallkörper. Feuerwerk ohne Zulassungsnummer ist gefährlich: Die Sprengkraft kann zu hoch sein, außerdem drohen Verletzungen durch Fehlzündungen.

Vier - Apropos Böller: Wer zahlt eigentlich bei Schäden am Auto durch Knaller und Co? Werden Autos durch Feuerwerkskörper in Brand gesetzt oder durch eine Explosion beschädigt, tritt die Teilkaskoversicherung für den Schaden ein, erklärt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Eine Vollkaskoversicherung ersetzt darüber hinaus Schäden, wenn Autos in der Silvesternacht mutwillig ramponiert werden. Und sie reguliert Beulen, Kratzer und Schmorschäden, die zum Beispiel durch herabfallende Raketen am Auto entstanden sind.

Drei - Wer im Ausland ist, fragt besser vorher nach den dortigen Regeln rund ums Feuerwerk. Denn in manchen Urlaubszielen dürfen nur die Korken knallen. «In jedem Land gelten andere Regeln», erläutert Carsten Both, Produktmanager beim Pyrotechnik-Unternehmen Nico Europe. «Urlauber müssen sich vor jeder Silvesterreise informieren, welche Gegenstände abgebrannt werden dürfen.» Beispiel: Dänemark hat laut dem Experten jegliche Art von Knallkörpern verboten. In Irland ist nur ganz zahmes Feuerwerk der Kategorie F1 erlaubt: «Wunderkerzen und Tischbomben», nennt Both als Beispiele.

Zwei - Wann läuft noch mal Dinner for one? Und wie hießen die Gäste von Miss Sophie doch gleich? Auf der Themenseite des NDR finden Nutzer ein Quiz, Szenenbilder und Infos zu den verschiedenen Varianten des Sketches. Für die Neujahrsgrüße lassen sich E-Cards mit Sketchmotiven versenden.

Eins - Jetzt aber schnell: Damit Neujahrsgrüße pünktlich ankommen, fangen Handynutzer besser nicht erst nach null Uhr an zu tippen. Denn dann greifen alle zum Handy, um ihren Liebsten per Textbotschaft ein «frohes neues Jahr» zu wünschen. Um Mitternacht sind die Mobilfunknetze daher oft stark ausgelastet, und die Übermittlung dauert länger. Um Zeit zu sparen, verfassen Nutzer SMS am besten schon vor dem Jahreswechsel und verschicken sie dann pünktlich, rät der Digitalverband Bitkom. Oder sie verwenden Nachrichten-Apps, die einen zeitgesteuerten Versand erlauben.

Null - Frohes Neues!

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