TV Hüttenberg

Streifzug-Jahresrückblick: Der steile Aufstieg von Dominik Mappes und des TV Hüttenberg

Seit wenigen Tagen ist er 23 Jahre, seit wenigen Wochen ein Handball-Allstar – und das nach gerade einmal vier Monaten aktiver Zeit in der Bundesliga. So lief der steile Weg von Mappes und seinem TVH.
21. Dezember 2017, 15:04 Uhr

Das Jahr 2017 geht seinem Ende entgegen. Auch in diesem Jahr gab es Triumphe, Tragödien, Unglaubliches und Unvergessliches. Der Streifzug blickt auf die Momente zurück, die das Jahr im Gießener Land prägten. Heute: Dominik Mappes und der TV Hüttenberg.

 

Er selbst hat kräftig an der Erfolgsstory des Dorfklubs aus Mittelhessen mitgeschrieben. Der Rechtshänder, der in der Mitte des Rückraums die Spielgestaltung beim TV 05/07 Hüttenberg übernimmt, ist einer der Garanten für den Durchmarsch innerhalb von zwei Jahren von Liga drei in Liga eins. Mappes war am 2. April 2016 beim Zweitliga-Aufstieg dabei und bei der Sensation am 10. Juni 2017, als die Hüttenberger nach dem 25:19-Heimspiel gegen Zweitliga-Meister TuS N-Lübbecke als Rangzweiter den Einzug in die Beletage des deutschen Handballs perfekt machten.

 

Aufstieg mit Hüttenberg das "Größte"

Blickt Mappes auf die vergangene Saison zurück, ist sie für ihn natürlich das »Größte«, was er sportlich bisher erlebt hat. Für ihn waren die Heimstärke, das geduldige Spiel im Angriff, die überragenden Torhüterleistungen und natürlich Hüttenbergs Allzweckwaffe – die 3:2:1-Deckung – letztlich die maßgeblichen Faktoren für den Erfolg. Die auch in der Bundesliga praktizierte offensive Abwehrformation sei nicht einfach zu spielen. Dazu sei eine gewisse Spielintelligenz im Verbund vonnöten, so der 1,91-m-Mann, der am 25. Dezember seinen 23. Geburtstag feierte.

 
Fotostrecke: So wird in Hüttenberg der Aufstieg des TVH gefeiert

Momentan überstürzen sich die Ereignisse für den Sport- und Fitnesskaufmann vom Wetzlarer »Rückenwerk«, der siebenmal in der Woche trainiert und dann am Hauptarbeitstag seines Klubs die Geschicke von der Rückraum-Mitte-Position aus leitet. Mittlerweile so konstant und auffällig, dass ihn die Trainer der Handball-Bundesliga in das Allstar-Team berufen haben, das am 2. Februar in Leipzig gegen die deutsche Nationalmannschaft antritt.
 

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Seine Nominierung hat der gebürtige Hochelheimer aus dem Internet erfahren: »Ich war natürlich überrascht und fühle mich sehr geehrt durch die Wahl der Coachs. Aber dies wäre natürlich nicht ohne meine Mannschaftskollegen möglich gewesen«, bleibt der Spielmacher bescheiden. Mappes zeichnen besondere Fähigkeiten aus: Er hat die Gabe, ein Spiel zu lesen, darauf strategisch zu reagieren und dazu noch selbst torgefährlich zu sein. Er ist trotz seiner jungen Jahre schon der Kopf der Mannschaft von Trainer Emir Kurtagic. Er gibt das Spieltempo vor, leitet die Systeme ein und bringt seine Kollegen in Erfolg versprechende Situationen.
 

Sein Motto: weitermachen

Natürlich muss die Rolle von Mappes jeder Einzelne im Team akzeptieren – sonst geht es nicht. »Als Spielmacher hast du die Verantwortung für die Mannschaft«, erklärt Mappes – auch mit einem gewissen Stolz. Schon sein ehemaliger Trainer Aðalsteinn Eyjólfsson war erstaunt darüber, mit welcher Ruhe, Gelassenheit und Abgeklärtheit er richtige Entscheidungen trifft. Unter dem Isländer ist Mappes prächtig entwickelt und ist zur Führungskraft herangewachsen.
 

+++ Hier finden Sie alle bisher erschienenen Teile des Streifzug-Jahresrückblicks +++

 

 
Fotostrecke: So lief der Aufbau für das erste Bundesliga-Heimspiel des TV 05/07 Hüttenberg

Einfach war sein Weg nicht. Der aus einer echten Handball-Familie stammende Mappes (Papa Stefan und Mama Susanne sowie Schwester Alina haben sich alle diesem Sport verschrieben) durchlief alle Altersklassen beim TVH, erlitt dabei aber auch Rückschläge wie Verletzungen und Aussortierungen. Aus alldem zog er seine Lehren und wurde in vielen Bereichen besser. Sein ganzes Talent hat er sicherlich noch nicht komplett ausgeschöpft. Sein Ziel ist aber klar definiert: »Ich will so lange wie möglich in der Bundesliga spielen.« Natürlich am liebsten mit seinem Verein.

 

Zum Schluss hat Mappes noch einen Tipp für Talente, die den gleichen Weg wie er einschlagen wollen: »Man sollte immer versuchen, 100 Prozent zu geben – auch wenn es oft schwer ist – und immer weitermachen, auch wenn es mal nicht so gut läuft. Das Wichtigste ist aber, Spaß am Handball zu haben!« Wolfgang Gärtner

 

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