Betrügern nicht ins Netz gehen

13. Dezember 2017, 21:47 Uhr
Trickdiebe und Betrüger, zum Beispiel Betreiber unseriöser Fake-Onlineshops, sind besonders in der Adventszeit auf Kundenfang. (Foto: dpa)

Weihnachten ist nicht nur die Zeit der Geschenke, sondern auch Hauptsaison für Trickdiebe und Betrüger. Kurz vor dem Fest gibt die Polizei in Hessen entsprechend Tipps, wie man sich am besten vor Abzocke im Internet, Spendenbetrügern und Trickdieben auf den Straßen schützen kann.

So stellen sich laut Polizei Betrüger darauf ein, dass immer mehr Menschen ihre Geschenke im Netz kaufen. Sie versuchen, Kunden mit sogenannten Fake-Shops – also falschen Online-Shops – um ihr Geld zu bringen. Entweder sie liefern nach der Zahlung keine oder nur minderwertige Ware aus. Oder die Kunden bekommen nur Plagiate.

Fake-Shops immer gerissener

Das größte Problem sei, dass die Qualität dieser Fake-Shops immer besser werde, die Internetauftritte inzwischen sehr hochwertig aussähen, erklärte ein Polizeisprecher. Es sei daher wichtig, darauf zu achten, ob ein Shop ein Impressum, Kontaktmöglichkeiten und einen nachvollziehbaren Firmensitz aufweise. Auch Prüfsiegel und mehrere Zahlungsmöglichkeiten geben laut Polizei Aufschluss darüber, ob der Anbieter seriös ist.

Seit August 2015 hat die Polizei in Frankfurt eine eigene Ermittlungsgruppe, die sich ausschließlich mit Internetbetrügern auseinandersetzt. Im vergangenen Jahr führte diese nach eigenen Angaben drei Ermittlungsverfahren gegen Fake-Shops, in diesem Jahr sind es bislang acht. Dabei gebe es in der Regel viele Geschädigte. Auch nutzten die Täter die Verschleierungsmöglichkeiten des Internets, so dass die Ermittlungen sehr umfangreich und zeitintensiv seien.

Auch die große Spendenbereitschaft um Weihnachten ist im Fokus von Kriminellen. Nach Angaben des Hessischen Landeskriminalamts gab es in Hessen 2016 insgesamt 38 Fälle von Spendenbetrug auf der Straße, die gemeldet wurden. Nur 18 davon wurden aufgeklärt. »Wir gehen davon aus, dass die Dunkelziffer um einiges höher ist«, sagte ein Sprecher.

Die Polizei empfiehlt, sich weder von Werbenden an der Haustür noch von welchen auf der Straße unter Druck setzen zu lassen. Spenden seien freiwillige Leistungen, zu denen niemand überredet oder gar gezwungen werden sollte. Stark Mitleid erweckende und gefühlsbetonte Werbung sei ebenfalls ein Kennzeichen unseriöser Organisationen.

Auch beim Weihnachtsbummel ist laut Polizei Vorsicht geboten, denn Weihnachtsmärkte locken nicht nur Besucher, sondern auch Taschendiebe an. Gerade im Gedränge schlügen Trickdiebe innerhalb weniger Sekunden zu. Besucher sollten Ausweise und Bargeld immer in verschlossenen Innentaschen der Kleidung und möglichst dicht am Körper tragen. Außerdem sollte der PIN-Code einer Geldkarte niemals im Portemonnaie hinterlegt sein, so hätten Diebe ein leichtes Spiel. Ratsam ist laut Polizei, nur so viel Bargeld und Ausweise wie notwendig mitzunehmen.

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