360 Arbeitsstunden auf zwei Kilometer

07. Februar 2018, 20:23 Uhr
Friedel Winter mit einem seltenen Kristall, gefunden bei einer Krippe. (Foto: m)

Zum zehnten Mal wird der Krippenweg in diesem Jahr von Friedel Winter am Dünsberg nahe Fellingshausen gestaltet. Der Ausblick ist allerdings etwas getrübt durch Zerstörungen, die es kürzlich auf dem Krippenweg gab. Bevor alle Paten ihre Krippen abräumen konnten, wurden etliche zerstört: Figuren der Heiligen Familie wurden weggeworfen, Teelichter und Laternen zusammengetreten, einige Figuren fehlen gänzlich. Ein großes Ärgernis für Friedel Winter, das auch die Paten traurig und fassungslos stimmt. Dabei lief während der eigentlichen Öffnungszeit des Krippenweges alles gut. Ortsvorsteher Dieter Synowzik vermutet, dass dieser Vandalismus zusammenhängt mit der Zerstörung von Fenstern der Schutzhütte in der Sandkaute, an der der Krippenweg mit wenigen Metern Abstand vorbeiführt. Friedel Winter will sich davon nicht entmutigen lassen und berichtet von den positiven Aspekten: Beim Sammeln von Moos für die Dekoration der einzelnen Krippen im November hat er einen Kristallstein gefunden. Entlang des Krippenwegs bringen Besucher immer wieder durch eigene Ideen ihre Begeisterung über das Projekt zum Ausdruck, beispielsweise wurden vier Nadelbäume mit 74 Kugeln behängt. An 36 Tagen war der Krippenweg geöffnet. Winter schätzt die Besucherzahl auf 4500. Er hat seine Arbeitszeit notiert, die Zahlen beeindrucken: Inklusive Planung, Vorbereitung, Krippenaufbau, Reparaturen, dem Dienst am Getränkestand, dem täglichen Anzünden der Teelichter und dem Abbau kommt er auf 360 Arbeitsstunden für den knapp zwei Kilometer langen Krippenweg.

Für die zehnte Auflage denkt Winter darüber nach, die Zahl der Krippen auf 60 aufzustocken und hofft auf noch mehr Paten. An der Getränkestation auf dem Sportplatz soll es eine Sonderausstellung mit besonders wertvollen Krippen geben. Eine neue Auflage einer Waldweihnacht könnte den Krippenweg bereichern. Friedel Winter möchte den runden Krippenweg-Geburtstag dazu nutzen, die Idee und damit die Krippen auch ins Dorf zu tragen, beispielsweise durch die Ausstellung von Krippen am Dorfbrunnen. Sofern die Fellingshäuser mitmachen und sich begeistern lassen, könne er sich gut vorstellen, ihre Fenster, Höfe oder Vorgärten ebenfalls mit einer Krippe zu schmücken. Wichtig ist zunächst, den kaputten Stollennachbau am oberen Ende der Pfarrstraße zu reparieren. Hier hat »Friederike« ganze Arbeit geleistet und zwei Bäume auf den Stollen fallen lassen. Mit Försterin Ulrike Henrich ist Friedel Winter bereits in Kontakt.

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