Der 500 Mitglieder zählende Förderverein Sozialstation Heuchelheim kommt am 27. Februar zu seiner voraussichtlich letzten Mitgliederversammlung um 19 Uhr in der Turnhalle zusammen und will dort seine Auflösung beschließen. Der Grund: Übernahme der Pflegestation durch das Rote Kreuz auf Wunsch der Gemeinde Heuchelheim. In der Sitzung des Fördervereins Mitte Januar waren nur 38 Mitglieder anwesend, das reichte nicht. In der neuerlichen Versammlung genügt eine Mehrheit von drei Vierteln der anwesenden Mitglieder zur Beschlussfassung.

Der Heuchelheimer CDU-Vorsitzende Karl-Ludwig Weller, selbst einer der Mitbegründer des Fördervereins, möchte dies nicht so hinnehmen und argumentiert für den Erhalt des Vereins: Leider seien viele Fragen offen geblieben und emotionale anstatt rationale Gründe hätten in den vielen Diskussionen im Vordergrund gestanden. Weller gibt zu bedenken, dass in der nächsten beabsichtigten Mitgliederversammlung nur 10 anwesende Mitglieder des etwa 500 Mitglieder starken Fördervereins mit 8 Jastimmen den Förderverein auflösen können und dass mit diesem Beschluss die weitere Förderung und ihre gestellten Aufgaben in der Förderung der Kranken-, Alten- und Familienpflege »grundlos« eingestellt werde.

Weller hat beim Geschäftsführer der »DRK Ambulante Pflege Mittelhessen GmbH«, Andreas Abert, nachgefragt. »Die Antworten sind überzeugend, interessant und sind gleichzeitig ein Hoffnungsschimmer, eine noch bessere Pflege für pflegebedürftige Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Heuchelheim mit Unterstützung durch den Förderverein auch in Zukunft sicherzustellen«, so Weller.

Durch eine einfache Ergänzung der Satzung des Fördervereins, in der die besonderen Aufgaben formuliert sind, könne sichergestellt werden, dass die Gelder des Fördervereins nur in Heuchelheim und Kinzenbach verwendet werden.

DRK-Mann Abert habe mitgeteilt, das Rote Kreuz habe kein Interesse daran, die Gelder des Fördervereins zu verwalten, diese selbst zu erhalten oder über deren Einsatz zu entscheiden. Er würde es begrüßen, wenn der Förderverein weiter bestehen bleiben könnte. Der Förderverein entscheide weiter selbstständig über zu gewährende Hilfe von antragstellenden Personen und stelle gegebenfalls die Mittel ausschließlich fall- und personenbezogen zur Verfügung. Somit wäre gewährleistet, dass Mittel des Fördervereins ausschließlich Heuchelheimer Bürgerinnen und Bürgern zu Gute kommen und nur der Förderverein darüber entscheidet, wie die Mittel verwendet werden.

Vor diesem Hintergrund appelliert Weller an den Förderverein, die Entscheidung zu vertagen und erneut zu beraten.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Fördervereine
  • Rotes Kreuz
  • Turnhallen
  • Heuchelheim
  • Redaktion
  • Lädt

    Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung (Noch Zeichen verfügbar)





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 43 - 10: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.