Die Wohnung des Herrn

17. November 2017, 20:41 Uhr
Beim Jubiläums-Festgottesdienst am Sonntagvormittag sind es 30 Frauen des »Offenen Trachtenkreises – Gebiet Mittlere Lahn«,die sich in ihren alten Trachten, die vor etwa 100 Jahren zum Kirchgang getragen wurden, in der Atzbacher evangelischen Kirche präsentieren. Das weiße Ziertaschentuch, fein säuberlich über das Gesangbuch gelegt, wird würdevoll in die Kirche getragen. (Foto: mo)

Am 8. November 1767 hat die Atzbacher Gemeinde ihre Kirche als Filial von Dorlar nach zwei Jahren Bauzeit eingeweiht. Das Gotteshaus, wie wir es heute kennen, ersetzte seinerzeit einen baufälligen Vorgängerbau. 2500 Menschen feierten das Ereignis mit. Gut 400 von ihnen hatten Platz in der Kirche. Am Sonntag wurde am Vormittag mit einem Festgottesdienst die 250 -jährige Einweihung der Kirche gefeiert.

Das Presbyterium brachte mit Pfarrerin Manuela Bünger die Altargeräte in die Kirche. 30 Frauen in heimischen Trachten zogen mit in die voll besetzte Kirche ein, begrüßt nicht von der Orgel, denn die gab es 1767 noch nicht, sondern vom Spielkreis der Gemeinde, geleitet von Christoph Borries. Die Orgel kam 16 Jahre später in die Kirche und erklang am Sonntag, gespielt von Elisabeth Richter, in voller Schönheit. Die Gemeinde sang als erstes Lied, vom Spielkreis begleitet, »Liebster Jesu, wir sind hier, dich und dein Wort anzuhören...«, dieses Lied wurde auch 1767 gesungen.

Die Predigt zu Psalm 84 (»Wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr Zebaoth. Meine Seele verlangt nach dir ...!«) von Pfarrerin Bünger, verwies darauf, dass die Seele im Gotteshaus einen Rastplatz findet. »Wohin gehen Menschen, wenn sie Hilfe suchen? Nicht ins Museum, sondern in die Kirche. Dass Sie heute alle hier sind, ist wunderschön!«, so die Seelsorgerin.

Zur Freude der vielen Besucher bereicherte das »Duo Spätzünder« (Mechthild Vogel und Annemarie Schmidt) mit Mundartliedern das Festprogramm. Grußworte sprach Bürgermeisterin Silvia Wrenger-Knispel: »Die Kirche ist und bleibt ein wichtiger Ort der Begegnung!« Für die katholische Pfarrgemeinde gratulierte Hedwig Kleinhans, und Michael Seibert überbrachte Grußworte der evangelischen Kirchengemeinde Waldgirmes. Etwas länger fiel das Großwort von Pfarrer Adalbert Gundel aus, der in Atzbach-Dorlar 20 Jahre als Pfarrer wirkte. Er wies darauf hin, dass das Altarkeuz schon in der Vorgängerkirche gestanden habe. Pfarrerin Bünger verlas Grüße der Ortsvereinsgemeinschaft. Kirchmeisterin Luise Förster und ältere wie auch jüngere Gemeindemitglieder bereicherten den Gottesdienst mit Lesungen und Fürbittengebeten.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Evangelische Kirche
  • Jesus Christus
  • Manuela Bünger
  • Orgel
  • Pfarrer und Pastoren
  • Seele
  • Seelsorgerinnen und Seelsorger
  • Lahnau
  • Klaus Moos
  • Lädt

    Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 43 - 10: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.