05. Februar 2019, 21:32 Uhr

Erneute Diskussion über Hauptamt

05. Februar 2019, 21:32 Uhr
Um die Bestätigung von Empfehlungen der bisherigen Kirchenkreise ging es bei der ersten Synode des evangelischen Kirchenkreises an Lahn und Dill. (Foto: bkl)

Der evangelische Kirchenkreis an Lahn und Dill nimmt Fahrt auf: Bereits eine Woche nach dem Festgottesdienst zur Gründung fand im Bürgerhaus Nauborn die erste Synode statt. Geleitet wurde sie vom Bevollmächtigtenausschuss (BVA) unter Vorsitz von Pfarrer Roland Rust und stellvertretendem Vorsitz von Pfarrer Jörg Süß, den ehemaligen Superintendenten der Kirchenkreise Braunfels und Wetzlar. Der Ausschuss setzt sich aus Mitgliedern der ehemaligen Kreissynodalvorstände Braunfels und Wetzlar zusammen und leitet den Kirchenkreis bis zur Neuwahl des Gremiums 2020.

Auf dem Tagungsprogramm standen Beschlüsse und Bestätigungen von Empfehlungen der bisherigen Kirchenkreise Braunfels und Wetzlar bei der Synode im vergangenen September sowie Wahlen. So wurden die Geschäftsordnung der Kreissynode beschlossen und die Satzung für das evangelische Kirchenamt. Die Haushaltsbeschlüsse des Kirchenkreises und des Kirchenamtes für 2019 haben die 110 Synodalen bestätigt. Auf 15 hat die Synode weiter die Zahl der berufenen Mitglieder in der Kreissynode festgelegt.

Beschluss vertagt

Die Zahl der Synodalältesten (nichttheologische Mitglieder) im künftigen Kreissynodalvorstand wurde aufgrund zunehmender Aufgaben von vier auf sechs erhöht. Denn statt bisher mit 32 beziehungsweise 18 Kirchengemeinden in den bisherigen Kirchenkreisen Braunfels und Wetzlar ist das Leitungsgremium jetzt mit den Angelegenheiten von 50 Kirchengemeinden befasst.

Bestätigt hat die Synode die Amtszeit der Mitglieder in Fachausschüssen, Ausschüssen und Arbeitskreisen sowie die Synodalbeauftragten bis zur Neuwahl 2020.

Darüber hinaus stellte die Kirchengemeinde Kölschhausen den Antrag, das Superintendentenamt im Hauptamt einzuführen. Im vergangenen Herbst war dies auf der gemeinsamen Synode erörtert und nicht empfohlen worden. Nun gab es dazu erneuten Diskussionsbedarf. Bislang sind die leitenden Theologen an eine Gemeinde angebunden. »Wir leiden daran, dass unser Gemeindepfarrer nicht greifbar ist und an den damit verbundenen Rollenkonflikten«, sagte Presbyter Eberhard Peter aus Niederlemp. »Wir möchten diese Erfahrung keiner anderen Gemeinde zumuten.« Ein Superintendent im Hauptamt könnte sich ausschließlich den Belangen des Kirchenkreises widmen. Als nachteilig wird empfunden, dass der Superintendent zu weit von dem entfernt sein könnte, was die Gemeinden bewegt. Um den Synodalen Zeit zu lassen, sich zu informieren und dieses Thema weiter zu bedenken, wurde der Beschluss über den Antrag auf die nächste Synode im März vertagt.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Evangelische Kirche
  • Kirchenkreise
  • Synoden
  • Gießen
  • Wetzlar
  • Redaktion
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 31 - 1: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.