19. März 2019, 21:47 Uhr

Frauen gehen durch »dick und dünn«

19. März 2019, 21:47 Uhr
Ulrike Lang (r.) vom Verband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau übergibt Schmuckblatt, Urkunde und Buch an Erika Kraft (m.) und Anneliese Grün. (Foto: vh)

Die evangelische Frauenhilfe Londorf/Kesselbach hat am Sonntag ihr 110-jähriges Bestehen gefeiert. Den gut besuchten Festgottesdienst hierzu gestalteten Pfarrer Frank Leissler, der Kirchenchor Londorf/Winnen unter der Leitung von Barbara Frank und Arndt Roswag sowie Wilma Dörr an der Kirchenorgel. Erika Kraft, die Leiterin der Frauenhilfe Londorf, gab einen Rückblick. In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg gründeten Baronin Julie von Nordeck zu Rabenau und Frauen aus den damals selbstständigen Orten Londorf und Kesselbach die gemeinsame Frauenhilfe. Sie kümmerte sich auch um die häusliche Krankenpflege und den ersten Kindergarten in Londorf, die sogenannte Kleinkinderschule.

Die Frauenabende mit den Bestandteilen Andacht, biblischer Text und Singen haben bis heute ihre Gültigkeit. Dass ältere Mitglieder Erinnerungen aus vergangener Zeit mitteilen, gehört dazu. Ausflüge und Treffen mit den Frauenhilfen aus Allertshausen und Climbach stärken die Gemeinschaft. Wie Anneliese Grün, Leiterin der Frauenhilfe Kesselbach, berichtete, haben die Frauen von Anfang an die heimischen Krankenschwestern und Diakonissen finanziell unterstützt, seit Gründung der Diakoniestation Lumdatal in Lollar fördert man diese mit.

Respektvolles Miteinander

Grün sagte, die Frauen machten Hausbesuche bei älteren Menschen, würden bei Weltgebetstagen und Gemeindefesten mithelfen, Frauenfrühstücke und Referate zu Frauenthemen organisieren. Ulrike Lang vom Verband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau sprach über die Solidarität innerhalb der Frauengruppen, sie gingen durch »dick und dünn«, pflegten ein »respektvolles Miteinander der Generationen«. Lang übergab an Kraft und Grün ein Schmuckblatt (darauf Katharina von Bora), eine Urkunde und ein Buchgeschenk mit Geschichten von starken Frauen der Bibel.

Inge Krieb, Vorstandsvorsitzende des Zweckverbandes Diakoniestation Lumdatal, erinnerte an die vormaligen Dienste der Frauen: »Früher wurde beim Nachbarn das Vieh versorgt oder eine Suppe gekocht«.

Beim Nachmittagscafé im evangelischen Gemeindehaus spielte die Gitarrengruppe der Frauenhilfe. Grußworte sprachen der Grünberger Dekan Norbert Heide (»alleine, das geht woanders, nicht in der Kirche«), Bürgermeister Florian Langecker, der Ortsvorsteher Londorf/Kesselbach, Ottmar Lich, Diakon Markus Müller (katholische Pfarrgemeinde Londorf) und Harald Mattern (Vorsitzender Förderverein Oberes Lumdatal der Diakoniestation).

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