20. Februar 2019, 22:08 Uhr

Freibad soll auf Wieseckinsel bleiben

20. Februar 2019, 22:08 Uhr

Über 1,5 Millionen Euro könnten für eine Sanierung des Freibads auf der Wieseckinsel in Buseck fällig werden – viel Geld, aber eine durchaus bewältigbare Summe. Vor allem durch Förderungen im Rahmen des »Stadtumbau Buseck« oder des Förderprogramms SWIM könnte die benötigte Summe nochmals schrumpfen. »Wir haben jetzt die Gelegenheit, hier etwas zu machen«, erklärte Bürgermeister Dirk Haas im Rahmen der Sitzung des Busecker Haupt- und Finanzausschuss am Dienstag. »Zu einem späteren Zeitpunkt wird das bedeutend schwieriger.«

Grund für die Diskussion war ein Antrag der CDU-Fraktion: Dieser fordert, eine weitere, qualifizierte Machbarkeitsstudie zu erstellen und dabei auch alternative Standorte in Betracht zu ziehen. »Wir müssen ermitteln, welche Bedarfe es überhaupt gibt sowie einen Wirtschaftlichkeitsvergleich mit Blick auf eine Lebensdauer des Bades von 30 Jahren erstellen«, begründete Frank Müller (CDU-Fraktionsvorsitzender) den Antrag. Insbesondere sollte auch der Standort an der Gesamtschule, in direkter Nachbarschaft zum Hallenbad, geprüft werden. Dieser war bereits schon einmal als alternativer Standort für ein Freibad ins Auge gefasst worden.

»Es ist jetzt schon klar, dass das Schwimmbecken auf der Wieseckinsel nicht groß genug für den Schwimmunterricht ist, und auch einen Sprungturm werden wir dort nicht mehr errichten können«, führte Müller weiter aus. Deshalb sollten die alternativen Standorte auch mit Sprungturm und einem 20 bis 25 Meter langen Schwimmbecken berechnet werden. »Wenn wir schon so viel Geld ausgeben, dann sollte das Freibad auch auf dem aktuellen Stand der Technik sein.«

Allerdings gab es auch deutliche Kritik an dem Antrag: »Die Kosten für einen Neubau am Hallenbad sind untragbar«, sagte Willy Jost (SPD-Fraktionsvorsitzender) während der Diskussion. Geschätzt würden sich diese auf mindestens vier Millionen Euro belaufen – fast das Dreifache einer Sanierung auf der Wieseckinsel. Zusätzlich befindet sich der Bereich an der Gesamtschule nicht im förderfähigen Gebiet des Projekts Stadtumbau – von dieser Seite wären also keine Mittel abrufbar.

Auch eine Machbarkeitsstudie liegt bereits vor: Diese sollte am Montag im Rahmen der Sitzung des Busecker Bauausschusses bereits vorgestellt werden, das musste allerdings krankheitsbedingt ausfallen. Zudem wird angezweifelt, dass das Freibad tatsächlich eine Bedeutung für den Schwimmunterricht haben könnte: »Um Schwimmen zu lernen und für den Schulunterricht wird weiterhin das Hallenbad genutzt«, sagte der Bürgermeister. Selbst aus den Reihen der CDU scheint man sich nicht vollständig über den Antrag einig zu sein: »Viele Busecker sind mit dem Freibad auf der Wieseckinsel groß geworden und wollen das Bad auch weiterhin an diesem Standort haben«, führte Eckhard Neumann (CDU) aus. Im Rahmen der Ausschusssitzung erhielt der Antrag vonseiten der Fraktion eine Jastimme sowie eine Enthaltung. Insgesamt schlug dem Antrag im Ausschuss mit einer Jastimme, vier Enthaltungen (FW und CDU) sowie vier Gegenstimmen (SPD und Grüne) eine mehrheitliche Ablehnung entgegen.

Einwegwischmop-Firma baut

Daneben standen auch der Beteiligungsbericht der Gemeinde Buseck und die Veräußerung einer Gewerbefläche in Alten-Buseck auf der Tagesordnung: Am Kiesacker 17 will eine Firma ein neues Gebäude errichten. Hier sollen Einwegwischmops hergestellt werden, die zum Beispiel bei der Säuberung von Reinräumen oder Operationssälen Verwendung finden. Der Verkauf der Fläche erhielt die einstimmige Zustimmung des Ausschusses.

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