Bürgermeister Peter Gefeller (SPD) hatte seinen Vorschlag zur Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs im Lumdatal durch den Einsatz eines Elektro-Schnellbusses auf der Trasse der Lumdatalbahn von Londorf bis Daubringen/Großgasse kürzlich dem Finanzausschuss vorgestellt. Eine Wiederholung dieser alternativen Beförderungsidee im Parlament soll 2018 erfolgen. Ohnehin wurde Gefellers Vorschlag auch im Ausschuss nur zur Kenntnis genommen. Allerdings soll geprüft werden, welche Variante, Eisenbahn oder E-Bus, technisch am sinnvollsten machbar und finanziell am wirtschaftlichsten ist. Offen bleibt aber, welch eine Instanz hierüber vergleichende Erkenntnis gewinnen könnte.

Gefeller informierte, dass auf der Autobahn A5 zwischen Frankfurt und Darmstadt eine Versuchsstrecke für Elektro-Lastwagen eingerichtet werde und vertrat die Meinung, das sei vom E-Bus »nicht so weit weg«. Manfred Hein (FW) revidierte seine Bemerkung aus der Sitzung des Finanzausschusses, Gefellers Vorschlag sei »ein Rückschritt in die Steinzeit«. Es müsse heißen »Mittelalter«, damals sei die Postkutsche gefahren. In der Steinzeit habe es ja noch kein Rad gegeben. Ilse Staude (GAL) erläuterte den gemeinsamen Antrag von GAL und SPD zur Reaktivierung der Trasse der Lumdatalbahn. Nach wie vor wünschten sich die Grünen eine Bahn mit moderner Technik auf der Trasse. So stehe es auch im Koalitionsvertrag mit der SPD. Dass im Antrag nunmehr von einer Reaktivierung der Trasse und nicht ausschließlich der Lumdatalbahn die Rede sei, bezeichnete Staude als Kompromiss.

Letztlich bedeute das ein Signal, wie es Landrätin Schneider am 29. September angeregt habe, damit die Gespräche des Kreises mit Wiesbaden und den Verkehrsverbünden voran gingen. Ob nun Bahn oder Bus die bessere Variante auf der Trasse sei, müssten Fachleute entscheiden.

Roland Ehmig (FW) meinte es bestehe keine Eile, die Trasse laufe nicht Gefahr, entwidmet zu werden. Man solle die Nutzen-Kosten-Untersuchung abwarten. Eine »Goodwill-Aktion« sei derzeit überflüssig. Uwe Weimar (FW) pflichtete dem bei und fragte rhetorisch, woher die prognostizierten 1600 Mitfahrer täglich kommen sollten. Wilfried Schmied (CDU) bekräftigte die ablehnende Haltung seiner Fraktion aus dem Ausschuss. Mehrheitlich, bei sechs Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen, wurde der GAL/SPD-Antrag beschlossen.

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