07. Februar 2018, 20:32 Uhr

Grüne sehen Sicherheitsrisiko

07. Februar 2018, 20:32 Uhr
Am Bahnübergang zwischen Dorf-Güll und Garbenteich fehlt der Platz, um einen Radweg über die Gleise zu bauen. (Foto: pad)

Eine Baustellenampel, an welcher der motorisierte Verkehr so lange wartet, bis die Radfahrer durch sind – diese Idee brachten nun die Grünen für die Lücke im neuen Radweg zwischen Dorf-Güll und Garbenteich ins Spiel. Die von den Grünen als »querdenkerisch« bezeichnete Lösung traf im Bauausschuss jedoch nur auf wenige Personen, die sich das vorstellen konnten.

Klar ist: Wenn der Radweg dieses Jahr gebaut wird, werden zunächst zwei Abschnitte existieren, die sich nicht direkt miteinander verbinden lassen. Denn der Bahnübergang ist derzeit zu schmal, als dass hier noch ein Radweg parallel zur Landesstraße hinüber führen kann. Um die Verantwortlichen bei der Deutschen Bahn unter Druck zu setzen, damit sich dies bald ändert, will die Stadt Pohlheim dennoch dieses Jahr mit den Bauarbeiten für den restlichen Radweg beginnen. Bis das Problem behoben ist, sollen die Radfahrer auf einer Umleitung über Feldwege die Engstelle umfahren.

Die Grünen kritisierten den Zustand dieser Feldwege und sehen für Nutzer der »abgelegenen Wege« ein erhöhtes Sicherheitsrisiko. Eckart Hafemann regte an, abgetrennte Schutzstreifen auf der Landesstraße zu markieren. So etwas habe das Bundesverkehrsministerium bereits vor Jahren in Schleswig-Holstein getestet. Die Ergebnisse lägen aber unter Verschluss, die Markierungen müssten mittlerweile wieder entfernt werden, da sie in der Straßenverkehrsordnung nicht vorgesehen seien. Da dieser Vorschlag daher wohl nicht umsetzbar sei, schlugen Hafemann und Reimar Stenzel vor, stattdessen eine Ampel aufzustellen. Diese würde immer nur eine Fahrspur der Landstraße an der Engstelle freigeben, so dass Radler die Fahrbahn relativ gefahrlos mitbenutzen könnten.

Bürgermeister Udo Schöffmann wollte über diesen Vorschlag nicht mit HessenMobil reden: »Die würden uns ja auslachen. Das wäre ja utopisch, über solch eine lange Strecke eine Ampel aufzustellen.« Auch wegen einer Markierung vorzusprechen, hielt er für nicht sinnvoll: »Sie haben eben selbst gesagt, dass ihr Vorschlag nicht umsetzbar ist.« Die SPD enthielt sich, CDU und Freie Wähler stimmten geschlossen gegen den Antrag.

Während bei den Haushaltsberatungen noch fast Einigkeit über den SPD-Antrag geherrscht hatte, die Kunstrasenplätze in Garbenteich und Watzenborn-Steinberg zu erneuern, änderte sich das nun im Bauausschuss. Peter Alexander (SPD) sagte, dass die Fußballer den Zustand als grenzwertig beschrieben. Ein Grund sei auch, dass in der Vergangenheit die Pflege vernachlässigt worden war. Bürgermeister Schöffmann verlas den Begehungsbericht eines Fachmanns für Garbenteich aus dem Januar, wonach der Platz in einem bespielbaren Zustand sei. Die Nähte seien nicht aufgerissen, es gebe keine Setzungen. Man habe lediglich festgestellt, dass der Ball schneller als normal rolle – da die Fasern ihm mittlerweile weniger Widerstand böten. Auch in Watzenborn-Steinberg sei man zum gleichen Ergebnis gekommen. Die Kosten für einen Austausch gab Schöffmann mit 250 000 Euro pro Platz an. »Wollen wir diesen Platz, obwohl er noch ausreichend bespielbar ist, erneuern, oder lassen wir ihn, bis er ausgetauscht werden muss?«, fragte er. CDU und Freie Wähler sprachen sich daraufhin gegen eine Erneuerung 2019 aus.

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