Höllentour mit Krückstock

01. Januar 2018, 20:08 Uhr
Tribute to Meat Loaf: Gerhard Schmied und Jasmin Ferrera Carretas. (Foto: Lademann)

/Gießen (chl). Einen kolossalen, Jahresausklang hat die Gießener Meat-Loaf-Tributeband »Schmied Loaf« ihren rund 650 Fans in der Event-Werkstatt im Wetzlarer Dillfeld beschert. Mit einem Best-Of-Programm huldigte die diesmal um eine fetzige Bläsersektion sowie fesche Tänzerinnen und Tänzer aufgestockte Formation um Sänger Gerhard Schmied dem texanischen »Fleischklops« (Meat Loaf) Marvin Lee Aday. Über zwei Stunden lang gab es ein Wiederhören mit den schönsten und bekanntesten Songs des US-Rockbarden. Vor allem die Hits der »Bat out of Hell«-Reihe – vom Debüt-Album (1977) und Teil »II« (1993) – animierten zum Mitsingen. Schließlich sind viele der anwesenden Gäste mit dieser Musik aufgewachsen und daher textsicher.

Wie es die mitunter bis zu 15-minütigen Art- und Progressive-Songs von Meat Loaf und dessen Hang zum Theatralischen erfordern, bot Schmied zusammen mit seiner Gesangspartnerin Jasmin Ferrera Carretas eine Mixtur aus Rockshow und Schauspiel. Während Schmied den machohaften Part übernahm, mimte Sängerin Jasmin oftmals den vulgären Vamp.

Sänger Gerhard Schmied ist mittlerweile im Gehen etwas eingeschränkt und geht am Stock. Er baut diesen Umstand selbstironisch in die Bühnengeschichte ein: Da lässt er sich gerne von Backgroundsängerin und sexy »Krankenschwester« Anna Daum betütteln. Und wer beim aufheulenden Motorengeräusch bei »Bat out of Hell« ein herbeibrausendes Motorrad erhoffte, lag daneben: Schmied kam mit einem Elektro-Krankenfahrstuhl »angesaust«, lud sich seine Gesangspartnerin auf den Schoß, und beide lieferten sich eine wilde Sause auf dem »heißen« Eisen.

Besonders gut kamen Hits wie das den Abend eröffnende »I’d do anything for love« oder die 77er-Solosingle »You took the words right out of my mouth« an. Den nötigen Bombast-Sound steuerten die Musiker der Band bei: Torsten Amlung (Bass), Ralf Gräbe (Gitarre), Andreas »Rio« Reiser (Schlagzeug) und Markus Herzberger (Keyboard). Für ein Aufhorchen sorgten dabei nicht nur die grazilen Gitarrensoli von Gräbe, sondern auch der von den Musikern unterstützte mehrstimmige Gesang. Außerordentlich peppig und professionell dargeboten waren die Einlagen der Showtanzgruppe »Remix« des TSV Butzbach eine Augenweide. Für zusätzlichen Hörgenuss sorgte eine dreiköpfige Bläsersektion.

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