Problem extreme Nässe

Holzberg im Wald wächst weiter an

06. Februar 2018, 21:08 Uhr

700 Festmeter verkaufsfertiges Stammholz liegen verstreut im Allendorfer Stadtwald und können derzeit nicht an feste Fahrwege gerückt werden. Über die Probleme beim Holzeinschlag und den Waldwirtschaftsplan 2018 informierten Forstamtsleiter Harald Voll und Revierförster Peter Krautzberger die Mitglieder des Finanz- und Sozialausschusses sowie den Ortsbeirat Climbach anlässlich einer gemeinsamen Sitzung. Der Schaden durch Sturm Friederike ist dabei offensichtlich das kleinere Übel.

Einer von zwei Allendorfer Forstwirten fällt krankheitsbedingt seit August 2017 auf unbestimmte Zeit aus. Die Arbeit erledigen Hans Heinz Fabel aus Rabenau und Lutz Büttner (Allendorf) sowie Unternehmer. Extreme Nässe seit Monaten verursachte bei den Forstwirten eine Anhäufung von Schlechtwetterstunden und ließen den im Bestand liegenden Stammholzberg anwachsen. Um den Waldboden und die Wege zu schonen, werden seit Jahresbeginn nur noch Bäume entlang von Wegen gefällt.

Voll sagte, das sei zwar sinnvoll, aber im nächsten Winter nicht zu wiederholen. Auf 800 Festmeter Sturmholz schätzt Krautzberger den Sturmschaden. Hauptsächlich betroffen ist die Fichte, und zwar überall im Revier verstreut. Da ab April Borkenkäfer ausfliegen, sollen diese Bäume vorrangig aufgearbeitet werden. Die geplante Durchforstung im Laubschwachholz wird aufgeschoben, stattdessen wird Buchen-Altholz gefällt (genug Vorrat vorhanden) und der Windwurf beseitigt. Aufgrund des kranken Forstwirts und des Sturmholzes steigt die Zahl der Unternehmerstunden.

Die Nachfrage für Buchenholz sei stabil, sagte Voll. Alle Holzkunden des Forstamts (die Bäume aus Allendorf werden in Wettenberg vermarktet) warteten aber ungeduldig auf Ware. Noch vier Wochen, dann seien deren Vorräte aufgebraucht.

Sturm Friederike lasse wenigstens den Holzpreis nicht schwanken. Voll kalkuliert den Festmeter mit durchschnittlich 65,41 Euro. Der planmäßige Hiebsatz von 3758 Festmeter werde trotz aller Probleme nicht korrigiert. Zum Jahresende 2018 blieben 7200 Euro Überschuss im Waldhaushalt, jedenfalls nach derzeitigem Kalkül.

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