In »Kulti« nichts angebrannt

09. Februar 2018, 19:11 Uhr
Beste Stimmung herrscht in Holzheims Kultureller Mitte auf und vor der Bühne. (Foto: rge)

»Bei uns in Holzheim brennt nix an. Auf ihr Weiber, nix wie ran« hieß es zu Weiberfasching der Holzheimer Faschingsfrauen (HFF). Den traditionellen Schlachtruf stimmte im Kulti-Zirkussaal gleich zu Beginn deren Präsidentin Birgitt Bader verstärkt aus 200 weiblichen Kehlen in der voll besetzten »Kulti« an. »Es lebe hoch die Frau, Holzheim Helau!« ging es rund im bunt geschmückten Saal der Kulturellen Mitte. Dort eröffneten die Rotweinkehlchen mit einem Medley aus Stimmungshits den karnevalistischen Reigen. Zuvor hatte bereits ein Mann in Person von Stimmungsmusiker Uwe Röhrig die Frauen im »Warm-up« in die richtige Feierlaune gebracht. Ansonsten war die holde Männlichkeit in Küche, Theke und Technik verbannt.

Die »Kehlchen« Doris Bingel, Ina Kuhl, Claudia und Sonja Schneider ließen die »Kirmesburschen« beim »Rock mi« tanzen, und beim »Hulapalu« kamen die Hüften so richtig ins Schwingen. Die erfahrene Linde-Wirtin Barbara Reinhardt erzählte danach von ihren Senioren-Erlebnissen bei der Volkshochschule. Eigentlich für oder besser gegen ihren Ranzen wollte sie tanzen, landete aber bei den Männerkursen.

Eindeutig Zweideutiges

»Die jungen Wilden« mit Anna-Maria Beyer, Jessica Klee, Annalena Mehl, Elena Schneider und Heike Vonderheidt befreiten beim Sketch mit kaputtem »Neutralisator« von Party-Beschwerden, bevor dann die »Mixed Pickles« mit Barbara Reinhardt, Andrea »Hexi« Keller, Sonja Schneider und Nicole Schwelnus beim Publikum abräumten. Weihnachtsmelodien wie »In der Weihnachtsbrauerei« sang das komische Quartett und stellte fest »Alle Jahre wieder, singen wir unsere Lieder und trinken unser Bier«. Ihr Pickles-Hit »Pullbomb« durfte samt entsprechender Mimik und Gestik nicht fehlen. »Humba, humba, täterä« wurde von Doris Bingel intoniert. Weiter ging es mit der Hitparade des Elferdamen-Gesangsteams »Lady Like«. Die Oldie-Tanzdamen mit ihren Rollatoren eroberten nicht nur die gesamte Bühne, sondern mit ihrem gekonnten Auftritt auch das Publikum. Carsten Heinz und Len Schneider zeigten im gespielten Witz, was einen Schwiegersohn so auszeichnet. »Liebe ist Arbeit, Arbeit, Arbeit« wusste danach Siegtrud Sperrenberger-Höf in Person von Anna-Maria Beyer in ihrem Sex-Seminar der holden Weiberschar zu berichten, und alle stimmten im Chor zu.

Männerballett satt wurde aus Dornholzhausen geboten, denn die »Doschtigen Sieben« – gut trainiert von Sabrina Heinz und Anne Wenzel – gaben alles für die Frauenwelt. Aus Gambach kam die knackige Tanztruppe »Teenager-Spätlese« und legte eine kesse Sohle aufs Parkett. Im Seniorenheim zeigte das Sketch-Team (Tanja Bingel, Manuela Loeh, Silke Reinhardt, Gerlinde Sauer, Michaela Schneider, Simone Trotz), wo man bei den »Alten« sparen kann. Sex-Beraterin »Dana Rama« alias Carsten Heinz brachte beim Interview den studentischen Talk-Gast (Katharina Müller) in seinem roten Nikolaus-Leder-Outfit mächtig in Erklärungsnöte. In Topform zeigten gegen Ende die Langder »Four and a half Men«, was Frauen offensichtlich so lieben. Die Weiber im Saal waren jedenfalls hin und weg. Den »Rest« besorgten die Rotweinkehlchen mit Stimmung bis nach Mitternacht.

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