05. März 2018, 22:32 Uhr

Junge Autorinnen entführen in unbekannte Welten

05. März 2018, 22:32 Uhr
Zu den Blumen kommt als Lohn der Applaus des Publikums im Kolleg: Sabine Schüller (2. v. l.) dankt den jungen Schriftstellerinnen (v. l.) Patrizia Krug, Laura Nold und Petra Clauss für die Präsentation ihrer Werke. (Foto: jhm)

Gute Tradition ist am Laubach-Kolleg die jährliche Lesung der Preisträger des OVAG-Jugendliteraturwettbewerbs. So präsentierten am Freitag drei aktuelle Preisträgerinnen ihre Werke vor Schülern der Oberstufe und der Realschule. Patrizia Krug (Hungen), Laura Nold (Grünberg) und Petra Clauss (Lauterbach) lasen im Atrium aus ihren preisgekrönten Erzählungen und Kurzgeschichten.

Sabine Schüller, die Koordinatorin für kulturelle Förderung am Laubach-Kolleg, dankte in ihrer Begrüßung der OVAG dafür, immer wieder talentierten Schriftstellern eine Chance zu geben und die Preisträger im Rahmen eines großen Festakts und mit Preisgeldern zu würdigen (die GAZ berichtete). Durch die Präsentation an den Schulen in der Region zeige sich auch der Mut der Preisträger, sich einer kritischen Öffentlichkeit zu stellen. Auch Stadtrat Horst Lang verfolgte die Lesung und würdigte die Leistungen der jungen Autorinnen.

Anspruchsvolle Themen

Den Anfang machte Oberstufenschülerin Patrizia Krug. Sie berichtet in ihrer fantastischen Erzählung »Traumfenster« von einem Jungen namens Luc, der in der Wohnung seiner Familie geheimnisvolle Fenster sieht, durch die er hindurchsteigen und in die Innenwelt seiner Familienmitglieder vordringen kann. Laura Nold berichtet in »Morgens bin ich immer müde« von einer ruhelosen Nachtschwärmerin, die von einem Zähl- und Genauigkeitstick getrieben wird. Dabei bemerkt sie nicht einmal ein Gewaltverbrechen, das sich vor ihren Augen abspielt, und notiert stattdessen Temperaturen und Schneefall, klopft auf Straßenschilder und zählt Autos.

In eine für viele unbekannte Welt entführte auch die Kurzgeschichte »21«: Petra Clauss berichtet darin von der Schwangerschaft einer geistig beeinträchtigten Frau. Emma, die voller Vorfreude im Wartezimmer sitzt, wird mit sorgenvollen Blicken der übrigen Frauen sowie des Arztes konfrontiert, lässt sich jedoch von ihrem guten Gefühl und ihrer Mutterliebe nicht abbringen.

Die anspruchsvollen Themen der literarischen Werke wurden auch in der Diskussion mit den Kolleg-Schülern aufgegriffen, die von Lea Schulze (OVAG) geleitet wurde.

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