Feuerwehrstreit

Kreisfeuerwehrverband prüft Ausschluss des Albacher Feuerwehrvereins

Im Albacher Feuerwehrstreit scheint eigentlich ein Ende in Sicht. Am Dienstag entscheidet das Gemeindeparlament über die Zukunft der Wehr. Doch nun mischt sich der Kreisfeuerwehrband ein.
04. Februar 2018, 20:00 Uhr
Von Albach aus rückt derzeit keine Feuerwehr aus. Im lang schwelenden Streit prüft nun der Kreisfeuerwehrverband den Ausschluss des Albacher Fördervereins. (Foto: ti)

Im schon Monate schwelenden Streit um die Albacher Feuerwehr hat sich gestern nun auch der Kreisfeuerwehrverband zu Wort gemeldet. Der Vorstand und der Verbandsausschuss – das sind die 18 Leiter der Feuerwehren im Landkreis – drohen dem Feuerwehrverein in Albach mit dem Ausschluss. Das teilte Michael Klier am Sonntagabend mit.

Er ist Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Gießen. Dieser werde in letzter Konsequenz den Ausschluss prüfen, weil Tätigkeiten und Äußerungen von Vertretern des Albacher Vereins  nicht mit den Zielen des Verbandes in Einklang gebracht werden können.

 

Nicht in strukturelle Belange einmischen

 

Klier weist explizit auf die Unterschiede zwischen der öffentlich-rechtlichen Einrichtung Feuerwehr der Gemeinde einerseits und dem privat-rechtlichen Verein Feuerwehr (Förderverein) andererseits hin. Alles, was die öffentlich-rechtliche Einrichtung betreffe, obliegt ausschließlich der Gemeinde als zuständige Behörde.

Der privatrechtliche Feuerwehrverein hat laut Satzung das Ziel, den Brandschutz zu fördern. Die Beschäftigung mit strukturellen Belangen der kommunalen Feuerwehr sei nicht Aufgabe des Vereins, erklärt Klier. Umso mehr verwundere es, dass der Albacher Feuerwehrverein sich ständig zu Wort meldet.

 

Persönliche Interessen im Vordergrund?

 

Kreisvorstand und Verbandsausschuss erklären dazu: »Der Vereinsvorsitzende und sein Stellvertreter sind fachlich nicht qualifiziert, sich zu den dienstlichen Themen der öffentlichen Feuerwehr zu äußern. Dennoch erfolgt dies ständig.« Es sei nicht klar, »ob hier der Wille des Feuerwehrvereins transportiert wird oder zwei Einzelpersonen den Feuerwehrverein als Plattform für ihre persönlichen Interessen benutzen«.

Klier fragt unter anderem, warum nach der Mediation 16 Aktive der Einsatzabteilung erst erklären, dass sie nach Steinbach wechseln würden, diese Erklärung dann aber plötzlich »ohne nachvollziehbaren Grund widerrufen«. Im gesamten Streit seien mehrere gute Ansätze zur Lösung der Situation »unter Einmischung unzuständiger und unbeteiligter Dritter verworfen« worden.

In Albach werde »ohne Rücksicht auf Verluste eine falsch verstandene Vereinstätigkeit in aller Öffentlichkeit ausgetragen«. Von einzelnen Akteuren werde »jede andere Feuerwehr unzutreffend und rücksichtslos in die Schlacht einbezogen«, heißt es in der Erklärung des Kreisverbandes.

Eine Entscheidung über die Auflösung des Feuerwehrstandortes Albach fällt am Dienstag, 6. Februar, ab 20 Uhr im Anneröder Bürgerhaus.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Feuerwehren
  • Feuerwehrvereine
  • Kreisfeuerwehrverband
  • Fernwald
  • Redaktion
  • Lädt

    Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung (Noch Zeichen verfügbar)





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 1 + 1: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.