22. März 2019, 21:57 Uhr

Lagermöglichkeiten dringend gesucht

22. März 2019, 21:57 Uhr
Zu klein und nicht gefahrlos nutzbar ist das Heimatmuseum – und deshalb geschlossen.

Die Mitglieder des Vereins Heimatstube Launsbach, die am Freitagabend zur Jahreshauptversammlung ins Bürgerhaus kamen, hörten von der Vorsitzenden Ingrid Hofmann nicht nur Erfreuliches. Der Verein ist zwar gut aufgestellt, nur das Museum bzw. die nicht vorhandenen Lagermöglichkeiten bereiten den Verantwortlichen Sorge. Es wurde in der Versammlung deutlich, dass der Verein auch weiterhin bestehen bleibt, auch wenn das Museum bis auf Weiteres geschlossen ist.

Fakt ist, dass der Verein in seiner Verantwortung als Träger des Heimatmuseums im Obergeschoss des Launsbacher Backhauses das Museum für Besucher geschlossen hat. Grund ist die schmale steile Treppe, die für ältere Besucher nur noch ganz schwer und auch für jüngere nicht ohne Gefahren zu begehen ist. Zudem ist das Museum – inzwischen 30 Jahre alt – einfach zu klein, und es ist nicht möglich, dort auch einmal Sonderausstellungen anzubieten. Zudem hat der Verein keinen Platz, sperrige Bildstellwände und Kulissen zu lagern. Die Hoffnungen, dafür die alte Schule nutzen zu können oder auch das Belzgass-Museum, haben sich zerschlagen. Die alte Schule wird verkauft und das Museum wird derzeit auch genutzt. Schon vor Jahren wurde der Vorschlag gemacht, eine Fertiggarage oder einen Container aufzustellen – auch diese Möglichkeit konnte nicht weiterverfolgt werden.

Bürgermeister Thomas Brunner schlug vor, dass der entsprechende kommunale Ausschuss sich mit Mitgliedern der Heimatstube in der Belzgass trifft, um Möglichkeiten einer neuen Heimat für den Verein und einer Erweiterung des Museums zu finden.

Weiteres Thema waren die alten Brunnen. Dazu sagte Hofmann: »In anderen Wettenberger Ortsteilen werden die alten Brunnen gepflegt, in Launsbach werden sie abgebaut.« Das war Zündstoff für eine neue Diskussion. Hofmann bemängelte, dass die eigentlich zuständigen Leute der Heimatstube, das heißt auch sie, nicht kontaktiert worden seien. »Diese Brunnen gehören einfach zur Historie eines Dorfes«, so Hofmann. Brunner sagte, dass es vorher Anfragen an Verantwortliche gegeben habe, die das Vorgehen der Gemeinde unterstützt hätten. Man kam, auch durch Vermittlung von Werner Lotz, mit Brunner überein, dass ein noch auf einem Bauhof vorhandener Brunnen wieder aufgebaut werden könne, wenn ein geeigneter Platz gefunden sei. Der Bürgermeister versprach, sich zu kümmern.

Er musste aber auch vernehmen, dass sich der Verein nicht am Programm des Dorffestes am 15. Juni aus Anlass »40 Jahre Wettenberg« beteiligt. Dafür wird der Verein aus Anlass seines 30-jährigen Jubiläums am 7. oder 14. September einen Grenzgang durchführen, ebenso am 30. November eine Jubiläumsfeier im Bürgerhaus mit einer großen Bilderausstellung und einem bunten Programm – auch mit einem letzten Theaterstück. (Foto: mo)

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