Die Autorin, Lyrikerin und Übersetzerin Safiye Can weilte jüngst zwei Wochen im Rahmen des Projektes »Autorenresidenzen im ländlichen Raum« in Laubach, die vom Hessischen Literaturrat in die einstige Residenzstadt entsandt wurde.

1977 mit tscherkessischen Wurzeln in Offenbach geboren, studierte sie Philosophie, Psychoanalyse und Rechtswissenschaft. Seit 2010 ist Safiye Can Mitarbeiterin der Horst-Bingel-Stiftung für Literatur, seit 2013 Kuratorin der Zwischenraum-Bibliothek für Kunst und Migration der Heinrich-Böll-Stiftung. Im Jahr 2014 debütierte sie mit ihrem Gedichtband »Rose und Nachtigall«, in dem klassische Motive der arabischen und persischen Dichtung mit Alltagssprache und Beobachtungen verbunden werden. 2015 folgte der Band »Diese Haltestelle habe ich mir gemacht«. Im vergangenen Jahr hat sie »Kinder der verlorenen Gesellschaft« veröffentlicht. Neben den lyrischen Arbeiten verfasst sie auch kleinere Prosastücke und ist als literarische Übersetzerin tätig.

Can las nun in der kleinen Schlossbibliothek vor einem zahlreich erschienenen Publikum aus den genannten Büchern vor, bei der ihr besonderer Stil im Wortklang deutlich wurde. Unter der Moderation von Madelyn Rittner vom Hessischen Literaturrat erläuterte sie ihre Arbeit anhand von detaillierten Beispielen.

Es sei ein anderes Gefühl, im ländlichen Raum zu arbeiten. Mit Blick auf die Gestaltung ihrer Gedichte merkte Can an, dass sie die konkrete Poesie liebe. Sie habe in Laubach, auch durch ihre Lesungen im Mehrgenerationenhaus und der Mutter-Kind-Klinik, während ihres Aufenthaltes viele Anregungen für ihre schriftstellerische Arbeit bekommen, resümierte sie. In Laubach habe sie in Gräfin Selina und Prof. Sascha Feuchert von der Universität Gießen Unterstützer gefunden. Allgemein warb sie für ihr Spezialgebiet. Ihre Empfehlung für Literaturinteressierte: »Lest Gedichte

Die Lesung wurde begleitet von Marvin Scondo. Der Musiker und Songschreiber brachte sich mit ausdrucksstarken Stücken auf der Gitarre und der afrikanischen Kora in die Lesung ein und erntete den verdienten Beifall der gut 50 Besucher. (Foto: dis)

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