146 Besucher kamen im letzten Jahr in das Hüttenberger Heimatmuseum in Leihgestern. »Das ist in Ordnung«, sagte Lothar Worm, der Geschäftsführer im Förderverein des Heimatmuseums. Der Verein traf sich am Mittwoch zu seiner Jahreshauptversammlung im Lindener Rathaus.

Mittlerweile funktioniert auch die Heizung im Heimatmuseum richtig. Aber das Gebäude ist alt, und da bedarf es natürlich immer wieder Reparaturen: So müssen die Fenster auf der Wetterseite dringend neu gestrichen werden. Zudem ist ein Eckbalken stark angegriffen und generell brauchen die Balken im Gebäude nach 20 Jahren wieder eine Sanierung. »Aber trotzdem ist und bleibt es natürlich ein wunderschönes Gebäude.« Ein weiteres Problem kommt durch die Internetpräsenz des Heimatmuseums zustande: Anscheinend geistert noch eine Homepage durchs Netz, in der unmögliche Öffnungszeiten (unter anderem nachts) angegeben sind.

Für Exponate ist im Museum derzeit kaum noch Platz: Nur kleinere Gegenstände können hier noch aufgenommen werden. Aber es gibt auch eine Neuerung: Eine alte Handstrickmaschine aus dem Jahr 1930. Das Gerät kam mit den Heimatvertriebenen aus dem Sudetenland nach Leihgestern. Und es gibt sogar schon erste Ideen für die Maschine: Die Seniorenwerkstatt machte den Vorschlag, die Strickmaschine bei Events mit Kindern zu benutzten und so vorzuführen, wie früher gearbeitet wurde. Doch dafür müssen erst noch einige Teile repariert werden.

Daneben plant Geschäftsführer Worm immer noch die Öffnung einer archäologischen Ausstellung im Museum – aber auch hier gibt es ein kleines Problem: Alle Exponate, die er gefunden hat, schickte er zur Bestimmung nach Wiesbaden. Von dort fanden sie ihren Weg in eine Ausstellung im Lindener Rathaus – und da liegen sie noch heute. »Wie sind die eigentlich hierher gelangt?«, fragte Worm den Bürgermeister, doch auch dieser war überfragt: »Da muss ich mal mit meinem Vorgänger in Kontakt treten.«

Bei den anstehenden Vorstandswahlen wurde der gesamte Vorstand in seinen Positionen bestätigt. Doch auch die Frage, wer sich um Zukunft um das Heimatmuseum kümmern soll, stand im Raum: »Ich bin jetzt 71 und so langsam sollte man sich Gedanken um einen Nachfolger machen«, erklärte Worm. »Ich will das nicht mein Leben lang machen.«

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