02. Januar 2018, 20:17 Uhr

Sascha Reitz neuer Obermeister

02. Januar 2018, 20:17 Uhr
Der Innungsversammlung voraus ging eine Besichtigung des Holz- und Technikmuseums in Wißmar unter fachkundiger Führung von Dietrich Schulze-Horn (l.). (Foto: sel)

Die 77 Mitgliedsfirmen große Innung für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Gießen hat mit Sascha Reitz einen neuen Obermeister. Der bisherige stellvertretende Obermeister aus Gießen löst Michael Berkowski aus Kleinlinden ab. Er stand seit 15 Jahren an der Spitze der Innung, gehörte deren Vorstand aber schon seit 1991 an, als Beisitzer und seit 1997 als stellvertretender Obermeister an der Seite von Gerd Euler (Allendorf), dem heutigen Ehrenobermeister der SHK-Innung Gießen.

Euler war es auch, der die Wahl zum neuen Obermeister leitete. Er wies darauf hin, dass sich mit Sascha Reitz erstmals in der Innungsgeschichte der Chef eines großen SHK-Betriebes bereit erklärt habe, die Innungsführung zu übernehmen.

Der bisherige Obermeister Michael Berkowski bat um Verständnis für seine Entscheidung, nach insgesamt 26-jähriger Vorstandsarbeit, davon drei fünfjährigen Amtsperioden als Obermeister, aus der Innungsführung auszuscheiden und der nachfolgenden Generation Platz zu machen. »Ich bin in dieses Amt hineingewachsen, ein eigentlich selbstverständlicher Vorgang, der allerdings ein erhebliches Maß an Motivation und Einsatzbereitschaft erfordert«, sagte Berkowski, dem in all den Jahren vor allem eine funktionierende Selbstverwaltung des Handwerks am Herzen gelegen habe. Als Obermeister müsse man vermitteln und koordinieren können, wobei Teamarbeit das Erfolgsrezept sei. »Je mehr im Team mitarbeiten, desto besser ist das Ergebnis. Aber: Am Ende muss einer den Hut aufhaben.«

So viele Azubis wie noch nie

Zum neuen stellvertretenden Obermeister wählte die im Wißmarer Holz- und Technikmuseum tagende Innungsversammlung Rainer Dürr aus Linden. Zu Beisitzern im Vorstand wurden Jochen Pfannmüller (Allendorf/Lumda), Stefan Rinn (Heuchelheim), Kim Buttron (Hungen), Andreas Reitz (Holzheim) sowie als beratendes Mitglied Sebastian Jung (Alten-Buseck) berufen. Meisterbeisitzer im Ausschuss für Berufsbildung sind für die kommenden fünf Jahre Stefan Rinn als Vorsitzender sowie Holger Jung (Alten-Buseck) und Jens Wilfert (Harbach).

Die Ausbildungssituation der Gießener Innung für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik bietet aktuell ein durchaus beeindruckendes Bild. An der Theodor-Litt-Schule (Gießen) als dem berufsschulischen Standbein im anerkannt erfolgreichen deutschen System der dualen Ausbildung absolvieren derzeit 30 junge Menschen das dritte Lehrjahr, im zweiten Lehrjahr sind es 40 und im ersten, das im August 2017 begann, sind es sogar 55, so viele wie bislang nie.

Im Rahmen seines letzten Rechenschaftsberichtes wies Michael Berkowski die Kollegen auf eine auch für das SHK-Gewerk bedeutende Vorschrift hin, die seit dem 31. März erstmals als bundesweit einheitliche Regelung gültig ist. So sind ab dem 1. August alle alten Verordnungen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen aufgehoben, auch die bis dahin für Fachbetriebe geltende hessische Regelung »über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen«. Die neue Anlagenverordnung regelt nun bundeseinheitlich die Anforderungen im Bereich des Wasserrechts und der wassergefährdenden Stoffe. Beranek spricht von einem »wesentlichen Fortschritt« für die Fachbetriebe, für die nun die technischen und organisatorischen Anforderungen einheitlich geregelt sind. Die Innung bietet für ihre Mitgliedsbetriebe und deren Mitarbeiterschaft Informationsveranstaltungen an, um sich mit den Neuerungen zu befassen.

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