Gestählte Männerkörper mit Waschbrettbäuchen – naja: jedenfalls überwiegend – und kreischende Frauen. Das kennzeichnet den Hexenkessel in der Mehrzweckhalle Krofdorf-Gleiberg. »Lange Haare, Schlaghosen und Plateau, 68 war das so – wir sind Hippies kunterbunt, an Altweiber, da geht’s rund«. Unter diesem Motto führten Anke & Anke (Anke Schleenbecker-Baumann und Anke Kauer) über 500 Närrinnen zurück und durch die Zeit der »Flower-Power-Bewegung«.

Woodstock ließ grüßen beim traditionellen und beliebten Weiberfasching der Krofdorf-Gleiberger Fastnachtsfreunde. »Make Love, not War« – getreu diesem Slogan war es eine große Friedensbewegung, bei denen ausschließlich mit den närrischen Waffen des Frohsinns und der Heiterkeit gekämpft wurde. Angeblich seien während des berühmten Woodstockfestivals über 400 Kinder gezeugt worden, verbreiteten die beiden Ankes. Inwieweit dies ein Hinweis ist, seinen Beitrag gegen die Auffälligkeiten des demografischen Wandels zu leisten, wird ein Geheimnis bleiben.

Den Woodstock-Slogan herunterbrechen auf die kantige Sprache der Mundart, war eine von vielen Übungen der Weiberfastnacht: »Peace – schie, dass de do saisd« – so begrüßten sich die Tischnachbarn. Ein buntes und kurzweiliges Programm füllte den Weiberfasching. Nach dem Entree der »Saftschubsen« stand das Männerballett aus der benachbarten Faschingshochburg Rodheim auf der Bühne, um erste Akzente zu setzen. Die 90er ließ ein weiteres Männerballett aufleben: Mit den Jungs aus Albshausen betraten weitere »alte« Bekannte mit Stimmungshits die Bühne: Die »Aan’orfer Domspatzen« (aus Allendorf/Lumda), mit echten Haaren von den Zillertaler Schürzenjägern. Am Schluss ihres Auftritts überreichten sie an Anke & Anke den Blutwurst-Orden.

Weiter aufgeheizt wurde die Stimmung durch zwei Akteure mit ihrer »Handtuch-Nummer«. Die Boys aus Erda präsentierten anschließend Szenen aus »Grease«. Tanzkunst in Vollendung zauberten dann die Rock’n’Roller aus Gießen mit einer Zeitreise auf die Bühne.

Ohne Pause, Schlag auf Schlag, gings weiter, unter anderem mit »Synchron Schwimmen« des KFF-Elferrats und dem Männerballett aus Launsbach. Gastgeschenke aus dem Lahn-Dill-Kreis kamen aus Garbenheim und Burgsolms. Ohne die »Gruppe ohne Weibsleut« (GOW) wäre Fasching nur halb so schön. Mit ihr gings nach vier Stunden ins Finale.

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