01. Januar 2018, 20:08 Uhr

Spaß wichtiger als Gewinn

01. Januar 2018, 20:08 Uhr
Drei Würfel, zwei Teller: Mehr braucht man nicht für den Silvesterspaß. (Foto: con)

Klickerndes und klackernders Würfelrollen erfüllte an Silvester einmal mehr die Laubacher Gaststätten. Im altehrwürdigen Residenzstädtchen startet Silvester schon gegen 15 Uhr mit der jahrhundertealten Tradition des Silvesterwürfelns. Jedes Jahr trifft man sich hier in Kneipen, Cafés und Gaststätten, um sich gemeinsam die Zeit beim Würfeln zu vertreiben. Und der Preis des Wettbewerbs: Würstchen, Brezeln oder Torten, manchmal auch Gutscheine. Für die meisten stehen aber weniger die Preise im Vordergrund, ihnen geht es um das gesellige Miteinander.

Ob es tatsächlich französische Soldaten waren, die das Würfelspiel nach Laubach brachten, ist nicht gesichert. Nachgewiesen ist, dass sich das Spielfieber schon vor über 100 Jahren in der früheren Grafenstadt ausgebreitet hat. Gut drei Stunden nur währt das Fieber, das die Laubacher erfasst. Gegen 15 Uhr laden die ersten von sicherlich 25 Croupiers zum Mitspielen ein. Nur mit Geduld und Glück dringt man schnell in die erste Reihe, an die Tischkante vor. Ist die erste Herausforderung des Tages geschafft, gilt es, zum Aufruf des Spielleiters möglichst schnell seinen Geldeinsatz – zwischen 50 Cent und fünf Euro – in den oberen weißen Porzellanteller zu werfen.

Die Regeln sind einfach. Gespielt wird mit drei Würfeln. Jeder muss solange werfen, bis zwei Würfel eine gleiche Augenzahl zeigen. Dieser Wurf zählt, und wer am Ende einer Runde die höchste Augenzahl verbucht, hat gewonnen.

Für viele Laubacher macht das Würfeln den 31. Dezember zu einem der schönsten Tage des ganzen Jahres. Man trifft Bekannte und Freunde oder gänzlich Unbekannte, verbringt eine schöne Zeit miteinander und wünscht sich schon einmal einen »Guten Rutsch« – denn wer weiß schon, ob man sich um Mitternacht nocheinmal sieht. Und das über alle Generationsgrenzen hinaus. Egal ob 6, 14 oder 82 Jahre alt – das Silvesterwürfeln lässt fast keinen Laubacher kalt und wer kann, der ist dabei.

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