07. März 2018, 20:41 Uhr

Spatenstich im (Spät-)Sommer?

07. März 2018, 20:41 Uhr
Blick von der Ludwigstraße: Für diesen Bereich besteht ein Vorhaben- und Erschließungsplan aus dem Jahr 1999. (Foto: vh)

Das Projekt »Lumdatalhöfe« im Bereich Ludwigstraße/Bahnhofstraße der Kernstadt rückt in greifbare Nähe. Der private Investor, die Gesellschaft Depant Bauträger (Gießen), peilt den ersten Spatenstich für diesen Sommer an und rechnet mit einer Bauzeit von mindestens einem Jahr. Vonseiten der Stadt Allendorf steht dem nichts entgegen.

Der Bauausschuss stimmte Ende Februar geschlossen für den Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan. Günter Muhly (Grüne) äußerte Bedenken, das zu bebauende Grundstück könne im Falle eines Hochwassers wie ein Damm wirken.

Beschleunigtes Verfahren

Am Montag folgte das Stadtparlament einstimmig der Empfehlung des Bauausschusses. Es gab keine Diskussion mehr. Karlheinz Erbach (SPD) bat jedoch die Stadtverwaltung, bei künftigen Bauanfragen das Vorhandensein eines gültigen Bebauungsplans zu überprüfen. Der Plan ist zwingend erforderlich für eine Baugenehmigung. Die Bauaufsicht des Landkreises hatte im Vorfeld Bedenken geäußert. Daraufhin beauftragte die Stadtverwaltung das Büro Fischer (Linden) mit einer Nachbesserung. Planer Mathias Wolf hatte dem Bauausschuss detailliert geschildert, dass 1999 ein vorhabenbezogener Bebauungsplan erstellt worden sei (nicht durch das Büro Fischer), und diesen habe die Bauaufsicht beanstandet.

Aufgrund der alten Planung und weil das zu bebauende Grundstück ein »klassischer Fall von Nachverdichtung« sei, komme Paragraf 13 »Bebauungsplan der Innenentwicklung« und somit ein beschleunigtes Verfahren infrage, sagte Wolf. Er riet dem Investor, auf Kellerräume zu verzichten und als Ausgleichsfläche für einen Retentionsraum Sorge zu tragen.

Der Aufstellungsbeschluss wird nun öffentlich ausgelegt und nach Fristablauf durch das Stadtparlament als Satzung beschlossen. Dann wäre der neue Plan gültig und Depant könnte erneut bei der Bauaufsicht vorsprechen. Das Honorar des Planungsbüros Fischer erhält die Stadt von Depant zurück. Ein Baubeginn noch diesen (Spät-)Sommer scheint daher nicht abwegig.

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