15. März 2019, 16:07 Uhr

Polizeieinsatz

Update: Was wirklich hinter dem großen Polizeieinsatz in Mainzlar steckte

Eine Polizeiaktion sorgt für Diskussionen in Mainzlar. Einige Bewohner hatten ihre Häuser verlassen müssen, Straßenzüge wurden gesperrt. Nun sind die Hintergründe klar.
15. März 2019, 16:07 Uhr
Betrunken und unter Drogen hinterm Steuer - und etwas zu offensiv in der Außendarstellung. (Foto: Monika Skolimowska/Symbol)

Update: Die Kriminalpolizei durchsuchte am Donnerstag in Mainzlar eine Wohnung eines 35 Jahre alten Mannes. Dabei wurden neben explosionsgefährlichen Stoffen eine Vielzahl von selbstgebauten Waffen sichergestellt, darunter auch ein Flammenwerfer. Aus Sicherheitsgründen wurden von der Polizei für die Dauer der Maßnahmen Rettungs- und Feuerwehrkräfte hinzugezogen. Einige Anwohner mussten für kurze Zeit ihre Häuser verlassen. Sie wurden in eine nahegelegene Schule untergebracht.

In seiner Vernehmung räumte der bereits wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittel- und Waffengesetz strafrechtlich in Erscheinung getretene Beschuldigte den Besitz der verbotenen Gegenstände ein. Er erklärte, dass er eine besondere Leidenschaft für Waffen habe. Eine politische Motivation des deutschen Tatverdächtigen ist laut Mitteilung der Polizei nicht erkennbar. Der Beschuldigte wurde am Freitag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Gießen wegen des dringenden Verdachts des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontroll- beziehungsweise Waffengesetz der Haftrichterin vorgeführt. Der erlassene Haftbefehl wurde gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt.

 


Erstmeldung: Für Aufsehen sorgte ein größerer Polizeieinsatz am Donnerstagnachmittag in Mainzlar. In sozialen Medien war die Rede von einem Einsatz eines Sonderkommandos der Polizei. Wie die Polizei auf Anfrage der »Gießener Allgemeinen Zeitung« mitteilte, handelte es sich zunächst um eine geplante Polizeiaktion. In deren Zuge habe man überraschend Chemikalien gefunden. 

Um die Chemikalien unschädlich zu machen, wurden Spezialisten angefordert. Aus Sicherheitsgründen wurde der Bereich weiträumig abgesperrt. Die Freiwillige Feuerwehr wurde zudem zur Absicherung hinzu geholt.  Einige Anwohner mussten für kurze Zeit ihre Häuser verlassen. Sie wurden in einer Schule untergebracht.  Wie die Polizei mitteilte, sei ein terroristischer Hintergrund auszuschließen. 

In sozialen Medien hatten Gerüchte von einem SEK-Einsatz die Runde gemacht. Hierzu erklärte die Polizei, dass das SEK nicht vor Ort gewesen sei. Weitere Informationen will die Polizei am Freitag mitteilen.

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