14. Dezember 2017, 21:11 Uhr

»Wir gehören nicht zum alten Eisen«

14. Dezember 2017, 21:11 Uhr
Bork

Der Sozialverband VdK in Hüttenberg lebt seit 70 Jahren das Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe. Dies haben der katholische Diakon Tobias Postler und der evangelische Pfarrer Michael Ruf beim Akademischen Abend anlässlich des Jubiläums deutlich gemacht. Der Vorstand um Vorsitzende Monika Ehsmann hatte das Fest zum Anlass genommen, um mit einer ökumenischen Andacht zu beginnen. Diese wurde vom Singkreis der evangelischen Kirchengemeinde unter der Leitung von Walter Velten gestaltet.

12 000 Mitglieder im Kreis

Bürgermeister Christof Heller (CDU) lobte in seinem Grußwort die vielfältige Hilfe und Beratung der Ehrenamtlichen vor Ort. Der VdK sei Ansprechpartner für Sorgen und Nöte, die ein vielfältiges Spektrum abdeckten. Der Sozialverband und sein Vorstand könnten eine jahrzehntelange Erfahrung einbringen, die ihn aus einem einstigen Kriegsopferverband zu einer sozialpolitischen Interessenvertretung habe werden lassen. Darüber hinaus gebe es genügend fröhliche Anlässe, zu denen der Verein zusammenkomme und mit denen er die Integration fördert: »Damit bereichern sie unsere Gemeinde Hüttenberg«, sagte der Rathauschef.

Monika Ehsmann ging in ihrem historischen Rückblick auf die Entwicklung des Vereins ein. 1947 sei er als Verein der Arbeitsinvaliden und Hinterbliebenen gegründet worden, um für das staatliche Versorgungssystem zu kämpfen. In den Folgejahren habe man gegen den Ruf des Kriegsopfer-Verbandes ankämpfen müssen und sich als Ratgeber in sozialpolitischen Fragen etabliert. Bis heute berate der VdK seine Mitglieder bei zahlreichen Sorgen und Nöten, seien sie finanzieller oder gesundheitlicher Art. »Aber wir wollen nicht nur reiner Dienstleister sein, sondern die Menschen auch für das Vereinsleben interessieren«, wünschte sich Ehsmann. »Wir gehören mit 70 Jahren nicht zum alten Eisen, sondern unsere Stimme hat nach wie vor noch Gewicht.«

Für den Kreisverband hob Roswitha Bork hervor, dass im Sozialverband Hilfe von Mensch zu Mensch geleistet werde: »Wir sind der größte Verband von Menschen mit Behinderung. Unsere Mitglieder halten den Verband lebendig.« Bork verhehlte nicht, dass die vergangenen 70 Jahre immer wieder eine Berg- und Talfahrt gewesen seien. Das Motto »Wir lassen keinen allein, für uns ist jeder wichtig!« gelte nach wie vor: »Wenn wir dies beherzigen, wird es uns noch lange geben«, sagte Bork, die zugleich erwähnte, dass der Kreisverband mit 48 Vereinen auf 12 000 Mitglieder stolz sein könne.

Musikalisch wurde der Nachmittag abgerundet von stimmungsvollen Beiträgen des Jugendchores Paraiso unter der Leitung von Celeste Reinhard und dem Gitarrenduo »Spätzünder«. Daniel Jung hatte die Andacht als auch den feierlichen Abend mit Klavierstücken verschönert. (Foto: jow)

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