Zwei wollen enger zusammenrücken

08. Februar 2018, 21:08 Uhr
Thomas Brunner und Lars Burkhard Steinz.

Von einer neuen Großgemeinde kann nicht die Rede sein – wohl aber von einer angestrebten vertieften Zusammenarbeit im Bereich der Verwaltungen. Bei allem Gesprächs- und Informationsbedarf, den die Kommunalpolitiker beider Gemeinden zu dieser Idee der Bürgermeister Thomas Brunner und Lars-Burkhard Steinz haben, zeigten sie am Dienstag in gemeinsamer Sitzung Offenheit für dieses Thema.

Die Vertreter der Fraktionen und Gemeindevorstände äußerten sich grundsätzlich zustimmend zu einer künftigen und umfassenden Zusammenarbeit. Unterstrichen wurde, dass damit keine Gemeindefusion eingeleitet werden soll und die politische Selbständigkeit und die Erreichbarkeit vor Ort für die Bürger dauerhaft gesichert wird. Vor- und Nachteile einer engeren Zusammenarbeit wurden erörtert, »wobei für alle Beteiligten die Vorteile klar überwiegen«, so Steinz im Nachgang zu der nicht öffentlichen Sitzzung. Die in der zielführenden Diskussion angesprochenen Punkte reichten von Detailproblemen über die Frage der einzubeziehenden Fachabteilungen bis hin zur Anzahl der teilnehmenden Kommunen. Denn aus Biebertal kam schon die Bitte, die Türe offen zu halten für den Fall, dass die Gemeinde sich ebenfalls einbringen wollte. Für eine schnelle Umsetzung und zügige Erfolge in Richtung eines Gemeindeverwaltungsverbandes wird von den Bürgermeistern jedoch eine zunächst auf die Gemeinden Heuchelheim und Wettenberg begrenzte Zusammenarbeit empfohlen. Dies schließt zukünftige interkommunale Projekte im Gleiberger Land mit den Gemeinden Biebertal und Lahnau aber ausdrücklich nicht aus.

Bürgermeister Steinz zum Abschluss der ersten Runde: »Es war ein guter Anfang für die Gespräche zwischen unseren beiden Kommunen. Wir haben den Parlamentariern bewusst nichts vorgegeben, um gemeinsam eine tragfähige Gesprächsbasis für die nächste Runde zu haben. Nun wollen wir gemeinsam mit Politik und Verwaltung an die Arbeit gehen!«

Es wurde vereinbart, dass in diesem Jahr in den beiden Gemeindevertretungen ein Grundsatzbeschluss gefasst werden soll, der den Weg zu einer Verwaltungsgemeinschaft ebnet. Arbeitsgruppen der beiden Verwaltungen sollen Vorschläge für die einzelnen Abteilungen und Fachbereiche erarbeiten, während eine Steuerungsgruppe, bestehend aus den Vertretern aller Fraktionen und den beiden Bürgermeistern, die Maßnahmen und Ziele auf der politischen Ebene bewerten und lenken soll.

Bürgermeister Thomas Brunner betonte in seinem Schlussstatement: »Die Herausforderungen in einer alternden Gesellschaft bei gleichzeitiger fortschreitender Digitalisierung können wir nur mit einer leistungsfähigen und modernen Verwaltung im Verwaltungsverbund unserer Gemeinden lösen. Heute Abend haben wir gemeinsam den Grundstein dafür gelegt.« (Foto: mo)

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