12. September 2012, 12:03 Uhr

Stele erinnert in Laubach an Basketball-Pionier Clausen

Laubach (tie). »Ohne Theo Clausen kein Dirk Nowitzki«, stellte Bürgermeister Klug anlässlich der Enthüllung einer Gedenkstele zu Ehren von Theo Clausen fest. Auf dem Rathausplatz hatten sich ehemalige Alumnen, Schüler, Freunde und Weggefährten des Lehrers und Basketball-Pioniers Theo Clausen eingefunden.
12. September 2012, 12:03 Uhr
Enthüllung der Stele zu Ehren des Basketball-Pioniers Theo Clausen mit Prof. Gerhard Schweizer, Bürgermeister Peter Klug, Gerd Schönhals, Uli Vögler, Dr. Wolfhard Behrends und dem Präsidenten des Hessischen Basketballverbandes, Michael Rüspeler. (Foto: tie)

Im Juli vergangenen Jahres war anlässlich der Gedenkfeiern zum 100. Geburtstag im Kreis der früheren Clausen-Alumnen die Idee entstanden, eine Gedenkstele zu errichten. Namentlich Gerhard Schweizer, Professor für Kunst an der Fachhochschule in Darmstadt, hatte vorgeschlagen, eine Stele zu entwerfen, die dem vielfach verehrten Lehrer ein Andenken sichern sollte. Binnen kurzer Zeit kamen erkleckliche Spendenbeträge zusammen, die durch die Stadtwaldstiftung noch erhöht wurden.

»Ich habe diese Dinge gerne als Schirmherr, aber auch ideell und monetär unterstützt und bin nur auf positive Resonanz gestoßen, wenn es um Theo Clausen ging«, führte Bürgermeister Klug weiter aus und wies auf die »Strahlkraft von Theo Clausen über die Grenzen der Schule und von Laubach hinaus« hin.

Der Text der Stele, der die Stationen im Lebensweg Theo Clausens von der Geburt als Missionarssohn in Paramaribo (Surinam), Internatsschüler der Herrnhuther Brüdergemeinde in Bautzen, sein Sportstudium in Berlin und der prägende Aufenthalt als Austauschdozent in Springfield (der Geburtsstätte des Basketballs) seine Rückkehr nach Deutschland sowie nach dem Krieg sein großes Engagement für den Basketball in Deutschland und von 1955 bis 1974 seine Lehrertätigkeit an der Paul-Gerhardt-Schule und am Graf-Friedrich-Magnus-Alumnat beschreibt, wurde von den ehemaligen Alumnaten zusammengestellt. (Anmerkung der Redaktion: Unter diesen befindet sich auch ehemalige Basketball-Nationalspieler Holger Geschwindner, der einst von Theo Clausen entdeckt wurde. Dieser wiederum ist der Mentor von NBA-Profi Dirk Nowitzki.)

Deutlich wird an der Stele die große Hochachtung, die viele seiner ehemaligen Schüler für Theo Clausen empfinden: »Er war ein begeisterter und begeisternder Lehrer, ein unermüdlicher Entdecker und Förderer von Talenten und ein verständnisvoller und unerschütterlicher Menschenfreund« – mit diesen Worten endet die Inschrift. Das unterstrich Gerd Schönhals, der stellvertretend für die Alumnen hervorhob: »Dass die Stele jetzt hier steht, ist Ausdruck der Wertschätzung, die wir für diesen Menschen empfinden.. Er bezeichnete Clausen als einen »fortschrittlichen Pädagogen, der viele junge Menschen im besten Sinn geformt und geprägt hat.«

Professor Schweizer führte aus, wie man von der ersten Idee bis zur Fertigstellung der Stele durch die Firma Rink in Lahntal gekommen sei. Die Stele besteht aus einer etwa 0,5 Zentimeter dicken Stahlplatte, die zwar an der Oberfläche Korrosionsspuren ausbildet, aber nicht weiter rostet, so dass sich eine dunkelrote Oxidpatina bildet, die einen edlen Eindruck macht. Der Text der Stele wurde schließlich mittels Wasserstrahlschneidetechnik in die Platze geschnitten, so dass die Sonne durch die Schrift leuchten kann. Und selbstverständlich ist auch ein Basketball auf der Stele abgebildet. Am Nachmittag erfolgte dann noch die Enthüllung der ebenfalls durch die Alumnen gespendeten »Liebesbank« im Eulengraben..

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