09. Februar 2018, 18:23 Uhr

Kundgebung

Empörung über Kriegseinsatz deutscher Panzer in Kurdengebieten

Die Proteste gegen die Militäroffensive der Türkei in Nordsyrien gehen auch in Gießen weiter. Auflagen der städtischen Versammlungsbehörde umgehen die Teilnehmer kreativ.
09. Februar 2018, 18:23 Uhr
Kundgebung in der Löwengasse. (Foto: mö)

Auch in Gießen reißen die Proteste gegen die türkische Militäroffensive in den Kurdengebieten Nordsyriens nicht ab. Rund 150 Menschen versammelten sich am frühen Freitagabend in der Löwengasse zu einer von der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) angemeldeten Kundgebung und gedachten in einer Schweigeminute der Opfer der Kämpfe um die kurdische Kantons-Haupstadt Afrin.

 

»Völkerrechtswidrigen Einmarsch«

Anmelder Rainer Grabowski (DKP) sprach von einem »völkerrechtswidrigen Einmarsch« der Türkei und forderte die deutsche Regierung auf, »klar Stellung gegen die Angriffe zu beziehen«. In Sprechchören und in den Reden wurde immer wieder kritisiert, dass die türkische Armee Panzer des Typs Leopard 2 und andere Waffen aus deutscher Produktion einsetzt, wozu die deutsche Politik weitgehend schweige. »Opfer dieser Waffen ist zu 90 Prozent die Zivilbevölkerung«, sagte Grabowski.

 

»Das sollte eine YPG-Flagge sein«

Zu Beginn hatte er die Teilnehmer auf einige Auflagen aufmerksam gemacht, die die städtische Versammlungsbehörde für die Kundgebung erlassen hatte. Dazu zählte das Verbot, Symbole der in Deutschland verbotenenen Kurdenpartei PKK und der in Nordsyrien kämpfenden kurdischen Miliz YPG zu zeigen. Auf einigen Schilderm stand daher: »Das sollte ein Abbild von Abdullah Öcalan sein« oder »Das sollte eine YPG-Flagge sein«.

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