Waldstadion

Oberbürgermeisterin trifft Teutonen-Chef

Was wird aus dem Waldstadion? Diese Frage dürfte bei einem ersten Gespräch zwischen OB Dietlind Grabe-Bolz und Pohlheims Fußball-Boss Jörg Fischer eine Rolle gespielt haben.
03. Januar 2018, 11:00 Uhr
Nicht nur hier hat das Waldstadion Moos angesetzt. (Foto: Schepp)

Die Nachricht von der geplanten Fusion der Fußballabteilungen der beiden heimischen Vereine Teutonia Watzenborn-Steinberg und VfB 1900 Gießen sowie der Modernisierung des Gießener Waldstadions hat kurz vor Weihnachten nicht nur viele Sportinteressierte überrascht, sondern auch den Magistrat. Vor allem mit Blick auf die Zukunft des Waldstadions hat sich Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz deshalb noch vor den Feiertagen mit Teutonia-Geschäftsführer Jörg Fischer getroffen, sagte die Rathauschefin vergangene Woche im Silvester-Interview.

Wunsch nach "höherklassigem Fußball"

Das Gespräch sei »sehr positiv verlaufen«, auch wenn es im jetzigen Stadium noch keine Ergebnisse geben könne, erklärte Grabe-Bolz. Die Sportdezernentin erinnerte daran, dass Vetreter der Teutonia im vergangenen Sommer in der städtischen Sportkommission Pläne und Anforderungen an eine Spielstätte vorgestellt hätten, die auch den Ansprüchen der viertklassigen Regionalliga genügen würden. »Danach war es um das Thema eigentlich ruhig geworden. Von der Nachricht mit der Fusion wurden wir dann überrascht. Da denkt man im ersten Moment: Hallo, wir sind der Stadioneigentümer. Wer redet mit uns?«, sagte die OB, die einem Zusammengehen der beiden Fußballabteilungen aber positiv gegenübersteht. »Wir sehen das als große Chance für den VfB 1900, der damit seine Jugendarbeit stärken und sich auch im Seniorenbereich wieder stabilisieren könnte.« Es wäre natürlich wünschenswert, wenn in Gießen »wieder höherklassiger Fußball gespielt würde«.

Alle Sportstätten werden untersucht

Allerdings seien gerade zum Stadtionausbau viele auch »grundsätzliche Fragen« offen, gerade auch was die Finanzierung eines Ausbaus betrifft. Laut Grabe-Bolz wird das Waldstadion – unabhängig von der aktuellen Entwicklung – einbezogen in eine geplante Untersuchung aller städtischen Sportstätten durch einen bundesweit anerkannten Experten. Manche Anlagen würden kaum genutzt, für neuere Sportarten fehlten dagegen Angebote. »Deshalb wollen wir Aussagen, wie wir unsere Sportstätten am besten nutzen können«, sagte Grabe-Bolz. So werde das Waldstadion auch nicht nur vom VfB 1900, sondern den Zweitliga-Footballern des MTV 1846 genutzt, die bereits Zuschauerzahlen von deutlich über 1000 erzielt hätten.

Fünf-Millionen-Euro-Gerücht

Das zum Hessentag 1969 in seiner jetzigen Form errichtete Waldstadion, das knapp 5000 Zuschauer fasst, gilt als stark sanierungsbedürftig, bislang gibt es dafür aber nicht einmal eine Haushaltsstelle im Stadtetat. In diesem und im nächsten Jahr sollen die Sanitäranlagejn im oberen Funktionsgebäude für 90 000 Euro erneuert werden. Diese Investition steht aber nicht im Zusammenhang mit einer Ausbauplanung, sondern wird als Einzelmaßnahme aus Mitteln des Kommunalen Investitionsprogramms I finanziert.

Eine offizielle Schätzung, was eine Modernisierung des Stadions auf Vierliga-Niveau, das die Pohlheimer nach dem Abstieg in die Oberliga Hessen wieder anpeilen, alles in allem kosten würde, gibt es bislang nicht. Allerdings kursierte in den letzten Tagen eine Summe von fünf Millionen Euro.

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