09. Februar 2018, 21:38 Uhr

Schlechtere Busanbindung befürchtet

09. Februar 2018, 21:38 Uhr

Von Christian Schneebeck , 1 Kommentar
Die Linie 5 stoppt in Wieseck unter anderem an der Haltestelle Friedhof. (Foto: Schepp)

Obwohl die Buslinie 5 demnächst ausgebaut wird, könnten viele Wiesecker künftig länger auf den Bus warten müssen. Um das zu verhindern, hat der Ortsbeirat in seiner Sitzung am Donnerstagabend einen Antrag an das Stadtparlament verabschiedet.

Auf Initiative der SPD-Fraktion fordert er, dass die Anzahl der Fahrten sowie die Taktung auf der alten Strecke der »5« erhalten bleiben. Den Plan der Stadtwerke, das Neubaugebiet Marburger Straße West über einen neuen Linienast an den Busverkehr anzubinden, befürworten die Bürgervertreter zwar. »Eine schlechtere Anbindung nach Alt-Wieseck sollte es dadurch aber nicht geben«, fasste Klaus Zimmermann (SPD) die Bedenken des Gremiums zusammen.

Derzeit sehen die Entwürfe vor, aus der »5« eine zweigeteilte Linie zu machen: Frühestens von Ende 2018 an sollen die Busse ab »Röderring« mal über die Ludwig-Richter-Straße und die Marburger Straße weiter zu einer neuen Endhaltestelle »Burgenring« fahren, mal durch den Wiesecker Ortskern zur »Greizer Straße«. Werktags zwischen 6 und 9 Uhr sowie zwischen 12 und 20 Uhr könnten demnach pro Stunde zwei Busse auf der neuen Strecke unterwegs sein und – wie bisher – vier auf der alten. Außerhalb dieser Stoßzeiten und am Wochenende bliebe es meist bei insgesamt vier Fahrten stündlich – zwei zum »Burgenring« und zwei zur »Greizer Straße«.

An letzterem Punkt entzündet sich die Kritik des Ortsbeirats. »Die Pläne sind für Alt-Wieseck eine Benachteiligung«, kritisierte Zimmermann. Schließlich seien die Busse schon jetzt »auch werktags nach 9 Uhr und samstags meist rappelvoll«. Den möglichen Einwand, durchgehend vier Fahrten stündlich in den Ortskern und zusätzlich zwei ins Neubaugebiet anzubieten sei mit noch höheren Kosten verbunden, ließ Zimmermann nicht gelten: »Wenn man den öffentlichen Nahverkehr stärken will, muss man Geld in die Hand nehmen.«

Antrag an Stadtparlament

Stadträtin Astrid Eibelshäuser (SPD) antwortete, mit den vorliegenden Plänen werde »insgesamt schon mehr öffentlicher Personennahverkehr in Wieseck angeboten«. Generell müssten die Stadtwerke abwägen zwischen »den möglichen Aufwendungen und einem guten Angebot«. Sobald erste Erfahrungen mit einer zweigeteilten Linie 5 vorlägen, könne »möglicherweise weiter nachgesteuert werden«.

Die Position des Ortsbeirats ist nach der Diskussion klar: »Wir möchten den Status quo für Wieseck erhalten«, fasste Norbert Kress (Bürgerliste für Umweltschutz und Frieden) sie zusammen. Entsprechend verabschiedeten die Bürgervertreter den Antrag an das Stadtparlament einstimmig – bei zwei Enthaltungen der Freien Wähler.

Im zweiten Antrag der Sitzung forderte die SPD eine Ausweitung des Halteverbots in der Marburger Straße. Konkret ging es ihr um den Abschnitt direkt nach der Einmündung des Lichtenauer Wegs »stadtauswärts auf der rechten Seite des linken Arms der Straße«, auf Höhe der Hausnummern 245 bis 249. Dort parkten immer wieder Fahrzeuge an der Böschung, wodurch diese beschädigt werde, berichtete Karl Heinz Erb (SPD). Wigbert Rudolph (FDP), Heiner Geißler (FW) und Nobert Kress äußerten zunächst Zweifel an dem Vorhaben der Sozialdemokraten. Nachdem diese aus dem Papier einen Prüfantrag gemacht hatten, wurde es aber einstimmig verabschiedet.

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