30. März 2009, 17:18 Uhr

Vorstand setzt das neue Konzept erfolgreich um

Alsfeld (ml). »Wir haben allen Grund, mit Stolz in die Zukunft zu schauen«, meinte der neue Vorsitzende des Geschichts- und Museumsvereins (GMV), Jochen Weppler, in der Jahreshauptversammlung.
30. März 2009, 17:18 Uhr
Wilhelm Herzog und Günther Schulz wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. (Foto: ml)

Alsfeld (ml). »Wir haben allen Grund, mit Stolz in die Zukunft zu schauen«, meinte der neue Vorsitzende des Geschichts- und Museumsvereins (GMV), Jochen Weppler, in der Jahreshauptversammlung. Im Mittelpunkt stand der Rückblick auf ein teilweise turbulentes Jahr. Nach einigen Rücktritten aus demVorstand hatte sich dieser selbst ergänzt und wurde nun von den Mitgliedern bestätigt. Darüber hinaus wurden Wilhelm Herzog und Günther Schulz zu Ehrenmitgliedern ernannt. 2008 sei geprägt gewesen von großen finanziellen und personellen Veränderungen im Zuge der Haushaltskonsolidierung der Stadt, so Weppler. Dies habe auch ein neues Konzept der ehrenamtlichen Museumsarbeit erfordert. Dieses werde erfolgreich umgesetzt und so seien die Zukunft des Museums und der kulturellen Veranstaltungen gesichert.

Insgesamt seien jetzt elf Mitarbeiter auf Minijob-Basis beschäftigt, in deren Aufgabenbereich neben der Betreuung von Museum und Märchenhaus die Unterstützung der Tourismusarbeit und die Reinigungsarbeiten fallen. Darüber hinaus habe der Vorstand die Verbindungen zu anderen Vereinen gefestigt. Ein besonderer Dank galt Förderern und Spendern. »Stadt und Verein haben das Regionalmuseum zu einer überregionalen Sehenswürdigkeit gemacht, dessen Bestände weit über die Grenzen Hessens hinaus bekannt sind«. Für die Zukunft brauche es jede Menge Ideale, Ideen, Kompetenz, aktives Mitgestalten und Mitwirken aller.

Es folgte der Bericht des Museumsleiters Andreas Ruhl. 2008 verzeichnete das Museum 11614 Besucher. Dazu kamen über 4900 Besucher bei Ausstellungen und fast 900 bei Vorträgen. Derzeit habe der GMV 259 Mitglieder. Danach stellte Ruhl das Programm für dieses Jahr vor, das einige Höhepunkt enthält. Neben der Teilnahme am »Literaturland Hessen« und einem Vortrag von Dr. Dirk Richardt steht am 17. Mai der Museumstag auf dem Programm. Dort habe man eine Fahrt in einem 50 Jahre alten Bus durch den Vogelsberg organisiert, der an historischen Stätten Stopps einlegt. Im November gebe es zudem eine Fahrt zu Point Alpha. Das komplette Programm liegt im Museum aus. Einen unveränderten Kassenbericht legte Wilhelm Herzog vor. Der scheidende Schatzmeister verbuchte neben Ausgaben in Höhe von rund 22 000 Euro Einnahmen in der gleichen Höhe. Nach der Entlastung des Vorstandes ging es um die Bestätigung des ergänzten Vorstandes. Nachdem Mitglieder aus dem Vorstand zurückgetreten waren, weil sie das neue Konzept nicht mittragen wollten, hatte sich der Vorstand selbst ergänzt. Der neue einstimmig gewählte Vorstand: Vorsitzender Jochen Weppler, stellvertretende Vorsitzende Andreas Ruhl (auch Museumsleiter) und Armin Ziegler, Schatzmeister Thomas Goss, Schriftführer Bodo Runte, Beisitzer Michael Rudolf (auch Schriftleiter), Burkhard Weck, Matthias Nicolai sowie als Vertreter für den Vogelsbergkreis Wilfried Fink und für die Stadt Bürgermeister Ralf A. Becker.

Eva Maria Göbel wurde für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt. Eine besondere Ehrung wurde den ehemaligen Vorstandmitgliedern Wilhelm Herzog und Günther Schulz zuteil. Sie wurden einstimmig zu Ehrenmitgliedern ernannt. Herzog gehört dem Verein seit 1991 an und war bis 2008 Schatzmeister. Schulz ist seit 1993 Mitglied, war von 2000 bis 2006 Museumsleiter und seit 1995 Stadtführer. Zudem war Schulz Vorsitzender des Denkmalbeirates und Mitarbeiter des Landesamtes für Denkmalpflege. Zum Abschluss referierte Schulz über Wüstungen und steinzeitliche Fundstellen. Wüstungen sei die Bezeichnung für eine Siedlung oder Wirtschaftsfläche, die in früheren Jahrhunderten aufgegeben wurde. Im Bereich Alsfeld gebe es etwa 200 Wüstungen. Dazu zeigte er Überbleibsel von Kirchenruinen, Brunnen und Spuren ehemaliger Brennöfen. Im Anschluss gab es noch eine Überraschung für Schulz, der Alsfeld mit seiner Frau Diana in Richtung Marokko verlässt. Bürgermeister Becker überreichte eine Fahne, die Schulz bei Forschungsarbeiten begleiten soll.

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