Raser

Geschwindigkeitsmessungen werden verdreifacht

In Homberg geht es im neuen Jahr den Rasern an den Geldbeutel oder in krassen Fällen an den Führerschein: Die Bürgermeisterin kündigte an, dass viel mehr geblitzt werden soll, auch nachts.
12. Dezember 2017, 12:00 Uhr

Von Joachim Legatis , 3 Kommentare
Sollen Autofahrer an die korrekte Fahrgeschwindigkeit erinnern: Tempoanzeigen wie die am Ortseingang von Büßfeld. (Foto: jol)

Gleich zwei Ärgernisse im beschaulichen Homberger Stadtleben nahm sich kürzlich der Hauptausschuss vor, als es um den Winter-Räumdienst und rasende Autofahrer bei Spielplätzen ging. Ganz nebenbei teilte Bürgermeisterin Claudia Blum mit, dass im nächsten Jahr eine Verdreifachung bei den Geschwindigkeitsmessungen zu erwarten ist. Dabei einigten sich die Stadtverordneten in der Zusammenkunft schnell darauf, die Straßenreinigungssatzung nicht zu ändern. Sie regten an, über das Thema solle in einer Bürgerversammlung im Frühjahr gesprochen werden.

Hintergrund für die Bürgerversammlung ist ein Vorschlag des Magistrats, wonach die Regelung bei einseitigen Gehwegen aus der Satzung gestrichen werden soll. Bislang müssen Hausbesitzer an solchen Straßen abwechselnd den Schnee räumen: In Jahren mit gerader Endziffer sind die Hausbesitzer auf der Gehwegseite mit Räumen dran, in ungeraden Jahren die auf der gegenüber liegenden Seite. Dazu gab es einige Kritik, wie Markus Haumann von der Stadtverwaltung in der Sitzung erläuterte. Deshalb solle der Passus fallen.

Grüne wollen Tempoanzeigen

Eine Entscheidung fiel hingegen zu einem Antrag der Grünen, vier Tempotafeln anzuschaffen. Christiane Helm verwies darauf, dass diese Hinweisschilder an Ortseingängen mit der Tempoanzeige dafür sorgen, dass Autofahrer langsamer fahren. Das verringere die Gefahr von Unfällen mit Verletzten. »Der Verkehr nimmt zu, und es wird mehr gerast,« deshalb sollten an weiteren Stellen die blinkenden Hinweistafeln aufgehängt werden.

Bürgermeisterin Claudia Blum berichtete aus dem Magistrat, dass man keinen Bedarf für mehr Tafeln sehe, man könne sie aber häufiger an andere Stellen hängen. »Gegen Raser helfen mehr Geschwindigkeitskontrollen«, sagte die Bürgermeisterin und meinte damit das beauftragte Unternehmen, das in mehreren Kommunen unterwegs ist. Nach einer gerichtlichen Klärung der Radarmessungen werde nun wieder geblitzt. Im kommenden Jahr sollen etwa dreimal so viele Geschwindigkeitskontrollen im Stadtgebiet Homberg durchgeführt werden.

Tempomessung an Gefahrenstellen

Markus Haumann ergänzte, dass die Messungen gerade dort durchgeführt werden, wo Anwohner über zu schnelle Fahrzeugführer klagen. Gemessen werde auch nachts. Norbert Reinhardt (CDU) befürwortete die Radarmessungen, wandte sich aber gegen Warnbaken, die an manchen Straßen aufgestellt wurden, so an der Bahnhofstraße. Das sei an einigen Stellen nicht sinnvoll. Hansgünter Maiß (FW) meinte, mehr Tempotafeln an Ortseingängen nützten nichts. Man müsse mehr Kontrollen durchführen. Dr. Claus Gunkel (SPD) regte an, mehr Auslesegeräte anzuschaffen. Mit diesem Zusatzmodul zu den Tempotafeln kann die Stadt feststellen, wann schnelle Autofahrer an der Tempotafel vorbeirauschen. So könne man kritische Zeiten eher feststellen. Gabriele Schäfer-Langohr (SPD) schlug Warnbaken auf den Straßen an neuralgischen Punkten vor. Vor dem Spielplatz im Neubaugebiet und in der Goethestraße Homberg werde gerast, das sei gefährlich.

Einstimmig folgte der Ausschuss dem Kompromissvorschlag des Ausschuss-Vorsitzenden Eckhard Hisserich, zwei Auslesegeräte anzuschaffen und in einigen Monaten Bilanz zu ziehen. Dafür sprach, dass im Haushalt Geld bereit steht, es muss lediglich ein Sperrvermerk aufgehoben werden.

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