20. Dezember 2017, 20:32 Uhr

»Keine Zeit« ist kein Argument

20. Dezember 2017, 20:32 Uhr
Bei den Ehrungen Sylvia Bräuning (Präses Dekanat Alsfeld), Pflegedienstleiterin Susanne Russlies, Renate Grün, Margarita Sanzone und Pfarrerin Ursula Kadelka (v.l.). (Foto: sf)

Die Diakoniestation Ohm-Felda ist ein ambulanter Pflegedienst, der bei Pflegebedürftigkeit Kranken- und Altenpflege sowie hauswirtschaftliche Dienste und die Betreuung demenziell erkrankter Menschen anbietet. Träger ist ein Zweckverband aller evangelischer Kirchengemeinden auf dem Gebiet der Kommunen Feldatal, Gemünden, Mücke und Homberg. Die Arbeit der Station wird von vier Fördervereinen unterstützt. Einmal im Jahr gibt es ein Treffen zu einer gemeinsamen Weihnachtsfeier. Man wählte in diesem Jahr die Kirche von Bleidenrod aus, um mit einem gemeinsamen Dankesgottesdienst zu starten. Pfarrerin Ursula Kadelka begrüßte unter anderem Präses Sylvia Bräuning und Bürgermeisterin Claudia Blum.

Katrin Hedrich spielte die Orgel und so begann der Gottesdienst mit dem einfühlsamen Lied »Die Rose«. Die Feierstunde stand unter dem Thema »Keine Zeit – ist immer«. Vieles bleibt aus Zeitmangel auf der Strecke, aber besonders ältere Menschen wünschten sich »Zeit«. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diakoniestation können dies gut nachempfinden. Wichtig sei es, zuzuhören. Pfarrerin Kadelka sprach aber auch davon, den Mut zu haben, einmal »nein« zu sagen, um Überlastung vorzubeugen.

Zwar werde man den Erwartungen dann nicht gerecht, es sei aber hilfreich, um seine Zeit einzuteilen. Gemeinsam mit drei Mitarbeiterinnen wurde der Gottesdienst gestaltet. Gemeinsame Lieder wie »Macht hoch die Tür«, »Gott gab uns Atem« oder »Meine Zeit steht in deinen Händen« wurden gesungen. Ein einfühlsames Lied war auch »Von guten Mächten treu und still umgeben«.

Sylvia Bräuning ehrte dann zwei Mitarbeiterinnen. Bräuning meinte, dass die Arbeit in der Pflege viel mit Kirche gemeinsam hat. Außerdem haben die Mitarbeiter besondere Arbeitszeiten. Hauptsächlich werden sie von 6 bis 8 Uhr und abends von 17 bis 19 Uhr gebraucht und mit diesen Arbeitszeiten muss man sich erst einmal arrangieren. Sie freute sich dann, Renate Grün für 20 Jahre Mitarbeit mit dem silbernen Kronenkreuz auszeichnen zu können.

In 1994 absolvierte Renate Grün ihre Ausbildung zur Altenpflegerin in Marburg und seit dem 1. Juni 1997 ist sie bei der Diakoniestation Ohm-Felda angestellt. Später absolvierte sie eine Weiterbildung und sie ist auch Wundexpertin. Ihren Ausgleich zur Arbeit findet sie im sportlichen und musischen Bereich und auf Reisen. Weiterhin ehrte Sylvia Bräuning Margarita Sanzone. Seit dem 1. März 2007 ist sie im Betreuungsdienst tätig. Mit ihrem italienischen Temperament erfreue sie die Menschen, die sie betreut, sagte Bräuning. »Auch kann sie sehr gut zuhören und sie verschönt den Patienten den Alltag.« Sanzone sehe ihren Beruf als Berufung und sie verschenke gerne Zeit. Ursula Kadelka dankte den Kommunen, dass sie der Diakoniestation den Rücken stärken. Im Anschluss an den Festgottesdienst trafen sich die Mitarbeiter zu einem Abendessen.

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