31. Dezember 2017, 05:00 Uhr

Vulkan-Radweg

Ruhige Rast für Radler in Rixfeld

Aus den Ballungsgebieten zieht es immer mehr Touristen auf den Vulkan-Radweg. Jetzt kommt auch eine Gastronomin aus Frankfurt und investiert für ein neues Café 200 000 Euro.
31. Dezember 2017, 05:00 Uhr
Sylvia Schodt (4.v.l.) investiert rund 200 000 Euro in das Projekt »Café-Bistro-Kultur im Alten Bahnhof Rixfeld«. Das Land fördert das Projekt mit rund 50 000 Euro, den Bescheid übergibt Erster Kreisbeigeordneter Dr. Jens Mischak. (Foto: pm)

Sie wohnte im Rhein-Main-Gebiet und suchte gezielt im Vogelsbergkreis nach einem geeigneten Objekt. Sie fand es in Herbstein-Rixfeld. Ihre Idee: der ohnehin schon attraktive Vulkanradweg, im Rhein-Main-Gebiet sehr gut bekannt, könnte eine weitere Gastronomie-Station gut vertragen. Und nun wird Sylvia Schodt ihre Idee verwirklichen können, die über 200 000 Euro kosten wird. Denn 50 000 Euro davon steuert das Land Hessen bei – aus dem Projekt zur Förderung von Kleinstunternehmen. Den Bescheid überbrachte kürzlich Wirtschaftsdezernent Dr. Jens Mischak. »Das ist ein weiterer Baustein für die touristische Infrastruktur«, zeigte sich der Erste Kreisbeigeordnete sehr angetan von dem touristischen Vorhaben.

Pausieren an 450-Meter-Steigung

»Ich war gleich begeistert von der Location«, sagte Sylvia Schodt. Die Region Vogelsberg sei einladend, sie fühle sich sehr wohl dort. Darum wird es unten das Café geben – und oben drüber wird ihre Wohnung sein. Sie freut sich, dass Architekt Michael Ruhl sie tatkräftig bei ihrem ambitionierten Vorhaben unterstützt – denn: Schon zur Saison 2018 soll alles fertig sein. Die Biker wird dann ein Café mit Bistro nebst Biergarten erwarten. »Es gibt einiges an Gastronomie direkt in Herbstein – aber noch kein Angebot direkt am Radweg. Das ist prima, was Frau Schodt hier vorhat«, sagte Bernhard Ziegler, Bürgermeister der »Stadt auf dem Berge«. Was hat Investorin Schodt außerdem vor? Neben Mittagstisch, Cafe- und Bistrobetrieb mit Biergarten sind weitere Aktivitäten geplant: zum Beispiel Filmvorführungen und Märkte mit regionalen Produkten. Vizelandrat und Bürgermeister nannten das Vorhaben von Schodt »eine mutige und innovative Existenzgründung«.

Günstiger Einstieg

Das Projekt stärke die ländliche Entwicklung und beweise die Attraktivität des Vogelsberges für Bewohner und Besucher – und – wie das Beispiel Sylvia Schodt zeige – auch für solche, die sich hier niederlassen wollen, freute sich Dr. Mischak. Vor einigen Wochen konnte bereits ein weiteres Projekt aus dem neuen Landesprogramm gefördert werden, nämlich der Neubau mit wesentlicher Erweiterung des Einkaufsmarktes Fuchs in Mücke-Groß-Eichen (die AAZ berichtete).

Seit einigen Jahren schon wird das Rixfelder Bahnhofsgelände als Einstieg in den Vulkanradweg genutzt, und zwar vor allem von Menschen, die von Westen aus der Gegend von Ulrichstein, Mücke und Gießen kommen und von Osten aus dem Fuldaer Becken, sowie aus Stockhausen, Bad Salzschlirf, Hosenfeld und Großenlüder, erläuterte Dr. Mischak. Auch für den Geopark ist die Lage hervorragend: Rixfeld liegt zusammen mit Schadges am Rande des Vulkanmassivs und bildet mit Stockhausen das östliche Einfallstor in den neuen Geopark »Vulkanregion Vogelsberg«. Über den Herbsteiner Höhenweg, der nahe am Rixfelder Kreuz vorbeiführt, bewegt man sich von dem tiefsten Punkt der Großgemeinde Herbstein (Straße Richtung Müs) hinauf bis auf den Geiselstein mit 450 Meter Höhenunterschied. Rixfeld liegt etwa in der Mitte dieses Weges und bietet sich deshalb geradezu ideal für eine Raststätte«an.

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