Faschingsgottesdienst

Büttenrede aus der Kanzel

Beim närrischen Gottesdienst kam die Büttenrede in Nieder-Ohmen jetzt von der Kanzel. Auch bei den gesungenen Liedern regierte König Karneval.
09. Februar 2018, 08:00 Uhr
Pfarrer Nils Schellhaas segnet hier im Faschingsgottesdienst gerade die beiden Prinzenpaare. (Foto: sf)

Einen ganz besonderen Gottesdienst gab es jetzt in der Kirche. Zum Auftakt um Punkt 12.11 Uhr schritt Pfarrer Nils Schellhaas durch das Kirchenportal, flankiert von den Prinzenpaaren Melissa und Markus aus Nieder-Ohmen und Rüdiger und Iris aus Beltershain. Da die Prinzessin aus Atzenhain verhindert war, wurde sie von Nachwuchsprinzessin Amely vertreten.

Zum Einzug spielte der Posaunenchor unter der Leitung von Christine Geitl den Narrhallamarsch und die Gottesdienstbesucher applaudierten. Unterstützt wurde der Chor von Lukas Geitl am Schlagzeug und vom Leiter des Posaunenchors aus Maulbach. Der Altar war mit buntem Tüll verhüllt und es waren Luftballons zur Dekoration aufgehängt worden. Fast alle der Gottesdienstbesucher waren in Kostüm oder leicht verkleidet erschienen und die Altersspanne reichte von den Jüngsten bis zu den Großeltern. Es bot sich ein sehr buntes und fröhliches Bild. Pfarrer Nils Schellhaas trug über dem Talar seine Kampagnen-Orden und man sah ihm die Begeisterung über diesen besonderen Gottesdienst an. Katrin Hedrich spielte Orgel. Gesungen wurden an diesem Tag natürlich keine normalen Kirchenlieder, sondern solche, die extra für die Fastnachtszeit umgedichtet worden sind.

Zur Melodie von »In dir ist Freude« hieß es zum Beispiel: »Danke für diesen schönen Fasching, danke, dass Leben Freude macht«.

Prinzenpaare gesegnet

Oder auch zur Melodie von »Geh aus, mein Herz und suche Freud«: »Die Ohm, die rauschet voller Lust, und Mensch und Tier heut rührt kein Frust. Nier-Nuhme, schaue fromm nach oben, mit Atzehaa und auch Bernsferl und Wettssoaase nenn ich auch noch schnell, wollen wir unser Gott heute loben, wolln wir den Herrn heute loben«.

Peter Bast hielt eine Büttenrede zur Erinnerung an seine im vergangenen Jahr verstorbene Schwester. Als Duo »Minna und Karl« waren sie den Narren bekannt. Bast hatte einige spaßige Begebenheiten, in Verse verpackt. Da saß mal einer beim Gottesdienst in der Kirche und beobachtete einen Kirchgänger, der auf der Bank saß und schlief. Er stieß seinen Nachbarn an und sagte: »Sieh mal, der da drüben schläft. Da sagt der Nachbar zu ihm: Das ist doch halb so schlimm, deshalb brauchst du mich doch nicht wach zu machen«.

Die Prinzenpaare wurden anschließend gesegnet. Der Pfarrer erinnerte in seinem Segen daran: »Prominente, Megastars sind nach kurzer Zeit vergessen, ihre Porsche, Jaguars morgen schon von Rost zerfressen. Jets und Panzer geh’n entzwei. Vor dir schweigt das Kriegsgeschrei«.

Nach dem Auszug aus dem Gotteshaus gab es im Kirchenumfeld noch kostenlos Kräppeln, Sekt und Saft.

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