12. Februar 2018, 12:00 Uhr

Fasching

Kirchberg-Narhalla im Ausnahmezustand

Ober-Ohmen befand sich wieder einmal im Ausnahmezustand. Gleich beide große Sitzungen in der Kirchberg-Narhalla waren ausverkauft.
12. Februar 2018, 12:00 Uhr

Sitzungspräsident Uwe Liehr begrüße die vielen Besucher und die Präsidentengarde eröffnete den tänzerischen Reigen mit viel Schwung. Gastvereine kamen aus Ruppertenrod mit dem Kinderprinzenpaar Marlon und Leonie, aus Groß-Eichen, Stangenrod, Höckersdorf, Nieder-Ohmen, Langsdorf und aus Grünberg.

Isabell Pazucha als »Mädchen vom Lande« wollte einen großen Urlaub machen. Sie reisten mit Pferd und Wagen nach Frankfurt und stellten beides in der Tiefgarage des Flughafens ab. Mit einem Fallschirm wurde sie aus dem Flugzeug geworfen und landete wieder zu Hause. Ein Blickfang war die TSV-Juniorengarde mit einem wunderschönen Gardetanz. Beide Gruppen konnten die Bühne ohne Zugabe nicht verlassen.

Martina Oehler und Verena Liehr spielten ein altes Ehepaar, das sich unabhängig voneinander zu einem Speed-Dating verabredet hat. Wie es das Schicksal wollte, trafen sie sich dort und gingen nach missglückten Versuchen, ein neues Gegenüber kennenzulernen, wieder gemeinsam nach Hause.

Die »Lady Marmelades« aus Höckersdorf heizten den Gästen mit einem verführerischen Tanz voll ein und man hörte viele Zugabe-Rufe. Jutta Daubertshäuser, das »Uhme-Niehmer Urgestein«, gefiel in ihrer Rolle als Fee, das neue Wort für Bozzfraa (Putzfrau). Sie hat die Gabe, sich selbst und vor allem ihren Ehemann gehörig auf die Schippe zu nehmen.

Mit Geschichten aus dem wahren Leben hat sie immer die volle Aufmerksamkeit. Sie leidet unter ADHS = Andauernd Doscht, Hunger en domme Sache em Kopp. Auch kleine Spitzen in Richtung des Nachbarortes Ruppertenrod durften nicht fehlen. Sie musste ebenfalls eine Zugabe geben.

99 Löwenzahn

In diesem Jahr feiert die TSV-Garde ihr 20-jähriges Bestehen und so hatten sie einen tollen Matrosen-Überraschungstanz einstudiert, der das Publikum vollends begeisterte. Gärtner Gerhard Salge hatte schöne Liedbeiträge mitgebracht. Der Blumenmann hat errechnet, dass sich nur alle vier Jahre einer bei Parship aus Ober-Ohmen verliebt. Er steht eher auf »Paarkieper«, dazu braucht er nur einen trinkfesten Kumpel. Mit dem Lied »99 Löwenzahn« ging er ab.

Mit einem Reigen an Stimmungsliedern luden die Höckersdorfer Hobsänger zum Mitsingen ein. Bei der Zugabe wurden noch weitere Strophen gesungen von »Annemarie, wie heißen dein Kinder Nummer 5,6,7……« Das älteste Mitglied der Truppe, Otto Mayer, ist stolze 91 Jahre alt.

Eine tolle Show lieferten »Peggy und Mandy« ab, zwei Ostfrauen (Antje Akmann und Timo Köhler). Sie sächselten perfekt. Mandy war dreimal verheiratet, viermal geschieden und der aktuelle Gatte sitzt im Knast. Sieben Kinder hat sie, darunter Ronny. So hat er nun warmes Essen und sie ein Maul weniger zu stopfen. Wenn eine Beziehung in die Brüche geht, »sind meestens beede schuld, der Mann und die Schwieschermutter«.

Ganz im Zeichen der 1970er Jahre präsentierten sich die »Lollypops« aus Höckersdorf. Beifall schier ohne Ende gab es vom närrischen Auditorium. Live dabei sein konnte man sodann als Gasthörer beim »Vuchelsberger Brärrergymasium« mit seinen intelligenten Schülern.

Die »Spitzklicker«, das Männerballett, nahm die Gäste mit auf die »Straßen der Bronx«. Sie zeigten unter anderem einen Streit um leichte Mädchen und mussten natürlich eine Zugabe geben.

Mit »Lange Rede, kein Sinn« folgte Pfarrer Markus Witznick. Er erzählte von der Groko 3, berichtete, dass er elf Jahre an der Windelfront gedient hat und er als Leutnant der Reserve noch kurz für Befehle von seinen Kindern aktiviert wird. Er endete mit einem Groko-Rap und sang unter anderem: Ich bin die Angi, die Angi. Ich spür nicht mehr den Puls der Zeit, will einfach immer weiter machen, wirklich schöne Sachen, mit Macron in Paris mach ich auf dem Gruppenfoto Cheese«. Rasender Beifall war dem Ortspfarrer sicher.

Bevor das Finale um 1.33 Uhr eingeläutet wurde, bestach die TSV-Garde mit einem Jubiläumstanz aus einem Potpourri der vergangenen 20 Jahre. Es wurde noch eine lange Nacht auf dem Kirchberg.

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