13. Februar 2018, 08:00 Uhr

Faschingsumzug

Dank ihrer Hilfe können Narren gut feiern

Über 200 Helfer sorgen beim Mücker Umzug dafür, dass niemand ernsthaft zu Schaden kommt. Im Notfall wird schnell eine Schnittwunde verarztet und ein Streit geschlichtet.
13. Februar 2018, 08:00 Uhr
Parade der Hilfsfahrzeuge: Beim Mücker Umzug waren über 200 Helfer von Feuerwehr, Rotem Kreuz und Polizei im Einsatz. (Fotos: pwr)

Mehr als 200 Einsatzkräfte sorgten am Sonntag für die Sicherheit am Mücker Faschingsumzug. DRK, Feuerwehr und Polizei waren neben einem Sicherheitsdienst mit einem Großaufgebot vor Ort. So standen neben 30 Polizeibeamten 110 Feuerwehrleute und 60 Rotkreuzhelfer für Notfälle bereit, die sich in diesem Jahr augenscheinlich häuften. Gemeindebrandinspektor Martin Schlosser sprach von bis zu 20 Einsatzstellen während des Umzuges mit 1500 Teilnehmern und 16 000 Besuchern.

So kam es unter anderem zu einem Verkehrsunfall und einem Zwischenfall auf einem Motivwagen, bei dem eine Frau einen schweren Krampfanfall erlitt. Da die Situation auf dem Wagen zunächst unklar war, wurde dieser geräumt und mehrere Einsatzfahrzeuge rückten an. Schnell entspannte sich die Situation wieder.

Knapp 20 Patienten mussten vom DRK behandelt werden, drei wurden mit Rettungswagen in Kliniken eingeliefert. »Die Bandbreite der medizinischen Notfälle war groß, jedoch häuften sich Alkohol- und Drogenvergiftungen«, so ein Sanitäter. Manche Verletzungen wie nach einem Tritt in Glasscherben waren schnell behandelt. Andere Situationen wie etwa eine Bandscheibenverletzung bedurften dagegen einer intensivmedizinischen Versorgung. Nach einer Schlägerei musste zudem die ein oder andere Wunde der Streithähne versorgt werden. In einem Einsatzfahrzeug landete der Mageninhalt eines stark alkoholisierten Patienten. »Trotz allem war es für das DRK ein ganz normaler Sanitätsdienst, wir waren gut vorbereitet«, so Kreisbereitschaftsleiter Ulf-Immo Bovensmann. Einzig das winterliche Wetter hatte die Einsatzkräfte in den Morgenstunden vor Herausforderungen gestellt, die jedoch gemeistert wurden.

Für den Transport von Patienten hatte man während des Umzuges sechs Fahrzeuge bereit gestellt. Zudem wurde im DRK-Heim in Merlau eine Behandlungsstelle eingerichtet. Wie der Leiter des Ordnungsamtes, André Kern, informierte, war der Bauhof in den Morgenstunden mit allen verfügbaren Kräften zum Schneeräumen und Salzstreuen im Einsatz. Kern: »Ohne die ehrenamtlichen Einsatzkräfte wäre ein Umzug in dieser Größenordnung nicht zu bewältigen«. Mit einem extra Sicherheitskonzept hatten sich Veranstalter und Gemeinde seit Monaten vorbereitet. Dazu zählte nicht nur die Absicherung des Umzuges, sondern auch der Erhalt des Brandschutzes und der allgemeinen Hilfe im Gemeindegebiet. So wurde unter anderem das Feuerwehrgerätehaus in Ruppertenrod mit einer Einsatzmannschaft besetzt. »Wenn im Osten von Mücke ein Notfall eintritt, können wir direkt ausrücken«, berichtete der örtliche Wehrführer Ulrich Kratz.

Im Bundeswehrkostüm ausgerastet

Während des Umzuges waren alle zwölf Einsatzabteilungen der Feuerwehr in Bereitschaft, hinzu kam Stockhausen (Grünberg). »Besonders bei der Absicherung des Zugs waren die Feuerwehrleute eingebunden, sie standen aber auch für mögliche Brände und Unfälle bereit«, sagte Gemeindebrandinspektor Schlosser. Er war an der Feuerwache in Nieder-Ohmen, wo eine Einsatzleitung gebildet worden war. Meldungen über Angriffe und Pöbeleien gegenüber den Einsatzkräften gab es keine. Ausnahme: Ein Besucher beschädigte vor dem Festzelt zwei DRK-Fahrzeuge. Der Unbekannte war mit einem weiteren Gast in Streit geraten. Während der Auseinsetzung ließ der Täter wohl seinen Frust auch an den Rettungsfahrzeugen aus. Bei einem schlug er eine Beule in die Motorhaube und bei einem eine Delle in die Tür.

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