Leitstelle

Von Schlammlawine bis Öl-Unfall

Eine Schlammlawine wälzt sich durchs Dorf. Mehrere Tausend Liter Öl gelangen über Kanäle in einen Bach. Bei der Leitstelle des Kreises müssen vielerlei Einsätze koordiniert werden.
07. März 2018, 14:30 Uhr

Genau 21 074 Einsätze wurden im Jahr 2017 von der zentralen Leitstelle des Vogelsbergkreises koordiniert. Die zwölf Einsatzbearbeiter nehmen die Notrufe im Schichtbetrieb an 365 Tagen zu jeder Zeit entgegen – egal ob an Weihnachten oder an Silvester. Allein der Jahreswechsel brachte insgesamt 35 nächtliche Einsätze. Wie viele Notrufe insgesamt im Vorjahr bei der zentralen Leitstelle eingegangen sind, konnte der Vogelsbergkreis auf Anfrage nicht mitteilen. Im Nachbarlandkreis Wetterau waren es mehr als 200 000, dort wohnen allerdings mit über 300 000Einwohnern in 25 Kommunen fast dreimal so viel Menschen.

Von der Schlammlawine im Homberger Stadtteil Ober-Ofleiden bis zur Öl-Havarie in Alsfeld zum Jahresende reichten die Szenarien für die Einsatzkräfte, die jedoch laut Angaben beim Kreis keine Besonderheiten darstellen. »Besondere Einsätze über das normale Maß hinaus waren keine zu verzeichnen«, so bewertet Kreispressesprecher Erich Ruhl-Bady das Jahr.

Notruf wird missbraucht

Von einer tendenziellen Steigerung sprach er allerdings im Bereich des Notrufmissbrauchs und der sogenannten Fake-Anrufe, auch wenn sich diese Straftaten glücklicherweise in keinem nennenswerten Umfang ereignen. »Einige Bürger wurden deswegen strafrechtlich von der Polizei verfolgt«, berichtet Ruhl-Bady.

Die Feuerwehren im Vogelsbergkreis wurden im Jahr 2017 zu insgesamt 1094 Einsätzen alarmiert. So gesehen rückte alle acht Stunden eine freiwillige Feuerwehr zu einem Einsatz aus. Spitzenreiter mit 261 Einsätzen war die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Alsfeld, die fast ein Viertel der kreisweiten Feuerwehreinsätze bewältigte.

Noch erfolgt die Alarmierung der Feuerwehrleute über analoge Funkmeldeempfänger, doch vermutlich noch in diesem Jahr sollen die Alarme über digitale Pager erfolgen.

»Es steht noch kein Umstellungstermin fest, ein erstes Gespräch findet Ende März statt«, so berichtet der Kreispressesprecher. Der Funkverkehr unter den Einsatzkräften wurde bereits im Vorjahr von analog auf digital umgestellt. »Die Umstellung ist reibungslos und ohne nennenswerte Vorkommnisse verlaufen, Ausfälle im digitalen Netz sind bisher nicht zu verzeichnen«, informiert Ruhl-Bady.

Wie er ausführt, bleibt der Analogfunk bis auf Weiteres in der Leitstelle geschaltet, so dass im Falle eines Ausfalls des Digitalfunks zu jeder Zeit eine weitere Möglichkeit zur Verfügung stehe. Wie viele ehrenamtliche Einsatzstunden von den Feuerwehrleuten im Vogelsbergkreis geleistet wurden, konnte der Vogelsbergkreis nicht mitteilen. »Es gibt dafür keine statistische Auswertungsmöglichkeit«, teilt der Kreispressesprecher mit.

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