11. Juli 2018, 08:00 Uhr

»Erzart 4«

Geheimnisvolle Kunstobjekte in Mücke

Alle paar Jahre pilgern Kunstfreunde nicht nach Kassel, sondern nach Mücke. Ähnlich wie bei der großen Schwester Documenta warten geheimnisvolle Kunstobjekte. Auftakt ist am Samstag.
11. Juli 2018, 08:00 Uhr
Künstler Friedemann Baader aus Kassel bei Aufbauarbeiten für die Ausstellung Erz- art. (Foto: dkl)

Die ehemalige Lagerhalle am Bahnhof Mücke in Merlau gehört auch zur Geschichte des Erzabbaus in der Region. Sie soll so umgebaut werden, dass sie für kulturellen Aktivitäten interessierter Bürger variabel genutzt werden kann. Der Verein Kunstturm Mücke will im Rahmen seiner neuen Ausstellung auch zeigen, was möglich ist. Er hat die Halle aktuell zum Kunst-Ort erkoren und in seinen diesjährigen Kunstwanderweg integriert.

Die drei Kilometer lange Strecke führt diesmal wieder ausgehend vom Kunstturm Mücke vorbei an ehemaligen Schlammteichen und Wiesen bis in den Ortskern von Mücke-Merlau und seinem Bahnhof. Weitere Stationen sind am Sportplatz Merlau, an der alten Schule und Dorfgemeinschaftshaus, an der Töpferei, am Neukauf/ehemaliges Sägewerk und an der Gemeindeverwaltung (altes Verwaltungsgebäude).

Die Veränderung der Landschaft, das Werden und Vergehen von Natur und Industrie wird mittels Kunst thematisiert. An verschiedenen Stellen entlang der ausgewählten Strecke ziehen die Werke – mal monumental, mal filigran gestaltet – die Aufmerksamkeit auf sich. Wie schon bei den Kunstwanderwegen in den Jahren zuvor.

Erste Ausstellung war 2007

2007 hatte die erste Ausstellung stattgefunden und war auf ein breites Echo gestoßen. »Das kann nur Kunst sein. Das mag so mancher Spaziergänger schlussfolgern, der im Wald bei Merlau läuft. Dort trifft man nämlich seit Ende Juli unvermutet auf Menschen, die ungewöhnliche Dinge tun, zumindest aber auf seltsame Objekte«, so berichtete die Alsfelder Allgemeine Zeitung damals. Bei der vierten Auflage der ambitionierten Schau dürfte das nicht viel anders sein.

13 Künstlerinnen und Künstler beteiligen sich diesmal, sie kommen aus den Sparten Bildhauerei, Keramik und Malerei und Grafik. Die Einladungen kamen von den Kunstturm-Vorsitzenden Volker Schönhals und Thomas Vinson, die beide selbst Künstler sind. Es gab vorab diverse Rundgänge zur Information und zum Kennenlernen für die auswärtigen Künstler.

Sie sind dabei: Aus Friedberg kommt Christine Wigge, aus Marburg kommen Christine Dahrendorf, Jan Luke und Regina Schnersch, aus Kassel Friedemann Baader und Markus Stein sowie Monika Bodenmüller aus Hofgeismar, aus dem Raum Frankfurt reisen Markus Elsner und Ortrud Sturm, Dierk Berthel aus Rannungen in der Region Main-Rhön, aus der Darmstädter Gegend kommen Sabine Hunecke und Peter Pelikan, die weiteste Anfahrt hat wohl Evangelos Papadopoulos aus Düsseldorf.

Das vom Kultursommer Mittelhessen unterstützte Kunst-Symposium und die Erzart enden am 15. September am Kunstturm Mücke: mit Künstlergespräch, Vorstellung des Katalogs und Abschlussfeier.

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