14. September 2018, 08:00 Uhr

Firmen

Silicon Valley hilft Kamax in Homberg

Die Homberger Firma Kamax weitet ihre Digitalstrategie beständig aus. Jetzt hat sie ein Berliner Start-up als Partner und reiht sich in eine Reihe namhafter Kunden wie Siemens oder Google ein.
14. September 2018, 08:00 Uhr
Kamax beim Marktplatz Ausbildung in der Alsfelder Hessenhalle: Die Firma sucht nicht nur Mitarbeiter, sondern weitet auch die Digitalstrategie ständig aus. (Foto: jol)

Das digitale Zeitalter hat bei Kamax längst begonnen. Nach der erfolgreichen Präsentation einer vollautomatischen Fertigungslinie Ende vergangenen Jahres beim Tochterunternehmen Tools & Equipment wird das Konzept nun auch auf die weiteren Bereiche in der Kamax-Gruppe ausgeweitet.

Für die Weiterentwicklung und Implementierung dieser digitalen Strategie hat der Hersteller von hochfester Verbindungstechnik für die Automobilindustrie nun die Experten von Hackerbay gewonnen. Damit reiht sich Kamax in eine Reihe von namhaften Hackerbay-Kunden ein, darunter sind Siemens, IBM, Google oder Facebook.

Der neue strategische Partner sei spezialisiert darauf, gemeinsam mit Unternehmen §digitale Potenziale in Geschäftsprozessen zu identifizieren und diese durch maßgeschneiderte Software-Lösungen auszuschöpfen«. Dabei setzt das noch junge Start-up aus Berlin auf neueste Technologien wie beispielsweise Künstliche Intelligenz (KI) oder Blockchain. »Hackerbay hat nicht zuletzt auch durch den zweiten Standort in Silicon Valley (USA) beste Kontakte zu den Kreativzentren rund um die Digitalisierung. Mit ihrer Expertise und Erfahrung werden sie uns dabei unterstützen, unsere digitale Strategie weiterzuentwickeln und zu realisieren«, sagt Jörg Steins (Leiter des operativen Geschäfts der Kamax-Gruppe).

 

Datenmengen übersichtlich zusammenfassen und nutzbar machen

Mit dieser Expertise wird Hackerbay Kamax unter anderem dabei unterstützen, die im Zuge der Digitalisierung immer umfangreicher werdenden Datenmengen zusammenzufassen und in übersichtlichen Anwendungen schnell nutzbar zu machen. Die Zusammenarbeit hat in einem ersten Projekt bereits großen Erfolg erzielen können: Im Bereich der Kaltumformung gelang es, die Daten sämtlicher Maschinen in Echtzeit mittels einer eigens programmierten App übersichtlich und kompakt zusammenzufassen. Was zuvor manuell ermittelt wurde, ist nun jederzeit aktuell abrufbar.

Darüber hinaus werden automatisch Handlungsempfehlungen und auch Umplanungen generiert. »Für unsere Mitarbeiter hat dies den positiven Effekt, dass sie sich besser auf ihren eigentlichen Job konzentrieren können und nicht mehr Zeit als nötig für administrative Tätigkeiten aufwenden müssen«, erläutert Jörg Steins. Tobias Jost, Geschäftsführer Hackerbay, lobt die konstruktive Zusammenarbeit mit den App-Bedienern im Homberger Kamax-Werk: »Für die Entwicklung der Software-Lösung haben wir sehr eng mit dem Produktionsschichtleiter zusammengearbeitet. Das erhöht die Akzeptanz bei der Zielgruppe und die funktionellen Erfolgschancen des Produkts.« Interessant sei zudem, die Hingabe und Initiative der Mitarbeiter an der Gestaltung des Produkts zu beobachten. Diese Bereitschaft für Innovation lasse sich branchen- und unternehmensübergreifend immer wieder erkennen. »Grund ist, dass Millionen Menschen ohnehin bereits tagtäglich in ihrem Privatleben mit Smartphones, Tablets und Apps konfrontiert sind und in einer immer digitaleren Welt leben.«

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