17. September 2018, 12:00 Uhr

Windkraft

Feldatal erwartet weniger Erlöse

Es war mal von Einnahmen in Höhe von rund 200 000 Euro pro Jahr durch die Windkraft die Rede, aber das ist Jahre her. Jetzt passt der Gemeindevorstand den Vertrag zum Windpark Eckmannshain an.
17. September 2018, 12:00 Uhr
Von Feldatal aus sind zahlreiche Windenergieanlagen zu sehen, wie oben vom Ortsrand Windhausen aus. Doch die Einnahmen fließen in andere Taschen. (Foto: jol)

Geld könnte die arme Gemeinde gut gebrauchen, doch es geht finanziell in Feldatal nur ganz langsam bergauf. So wird die erhoffte Einnahme aus dem geplanten Windpark »Eckmannshain« wohl deutlich geringer ausfallen, wie einer Mitteilung von Bürgermeister Leopold Bach indirekt zu entnehmen ist. Auf Nachfrage der Alsfelder Allgemeinen Zeitung teilt er mit, dass der Projektierer des Windparks Eckmannshain Kontakt zur Gemeinde aufgenommen hat. Derzeit liefen noch Fledermaus-Gutachten und ähnliches. Der Gemeindevorstand beschäftige sich nun mit der Anpassung des Städtebaulichen Vertrages aus dem Jahre 2013. Im Klartext bedeutet das, die Projektierer MSH/i terra wollen erreichen, dass weniger vom Erlös an die Gemeinde abgeführt werden soll. Das war bereits angekündigt worden, muss aber noch in eine rechtssichere Form gegossen werden.

Bereits im Juni vergangenen Jahres hatte Daniel Wolf als Vertreter des Bürgermeisters von Schwierigkeiten mit dem Windpark-Projekt berichtet. Damals war von drei Anlagen die Rede, einst waren die Planer von über zehn Rotoren und entsprechend höheren Einnahmen ausgegangen. Damals hieß es zum Stand der Dinge, dass eine Windenergieanlage auf Gemeindeland errichtet werden könne. Eine weitere soll so nah an Feldataler Grundstücken gebaut werden, dass ein Teil der Pachteinnahmen an die Gemeinde fließen würden.

Die Gemeinde hat mit der Projektierer- firma MSH einen Vertrag geschlossen, der im Jahr 2013 deutlich mehr Anlagen und hohe Pachteinnahmen für die Gemeinde vorsah. Die geplanten Einnahmen von rund 200 000 Euro pro Jahr mussten bereits im Oktober 2016 auf nur noch rund 85 000 Euro jährlich korrigiert werden, weil der Betreiber nicht mehr mit den ursprünglich geplanten Einnahmen rechnet.

Verzögerungen gab es, weil der Bereich im Vogelschutzgebiet liegt, das erst nach einer genaueren Prüfung für Rotoren freigegeben wurde. Zudem mussten die Planer, die im Auftrag von MSH arbeiten, auf Vorgabe des RP einen anderen Anlagentyp auswählen, um dem Artenschutz zu genügen. Die neuen Anlagen erfordern weitere Gutachten zu Lärm und anderen Emissionen, deshalb gingen weitere Monate ins Land.

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