02. November 2018, 21:19 Uhr

Wer hilft Kröten über die Straße?

02. November 2018, 21:19 Uhr
Erdkröten benötigen im Frühjahr eine helfende Hand. (Foto: pm)

Mücke-Ruppertenrod (pm). Der BUND und Unterstützer wollen den Fröschen und Kröten im Ohmtal über die Straße helfen. »Wir suchen Menschen, die unsere Amphibien schützen wollen«, berichtet Astrid Muth, die die Aktion angestoßen hat. »Wie Amphibienschutz an der Straße funktionieren kann und mit welchen Schwierigkeiten dabei zu rechnen ist, wollen wir mit natur- und tierfreundlichen Menschen aus der Nachbarschaft besprechen. Als Referenten haben wir den Diplombiologen Dr. Wolfgang Dennhöfer vom BUND eingeladen.«

»Kröten sind faszinierende Geschöpfe, die unsere Hilfe brauchen. Während ihrer Wanderung kommen sie leider zu oft unter die Räder«, meint Astrid Muth. Sie hat Hilfsbedürftigkeit insbesondere auf der Landstraße (L 3073) auf Höhe der Teiche Ortsausgang Ruppertenrod, auf der Höhe der Teiche hinter Ober-Ohmen (jeweils Richtung Ulrichstein) und bei der Kläranlage Ulrichstein beobachtet. »Wir hoffen, dass es gelingt, beispielsweise in Ruppertenrod einen Amphibienschutzzaun zu errichten, der dann von Helfern betreut wird. Dazu wollen wir uns anschauen, wie so ein Amphibienzaun gebaut wird und wie er betreut werden muss«, ergänzt Dennhöfer.

Jedes Jahr, im Februar/März, sobald die Nächte wärmer werden, wandern Amphibien, insbesondere die Erdkröten, zurück in ihre Geburtsgewässer. Erdkröten, Frösche, Lurche und Molche sind dann unterwegs von ihren Winterquartieren, um dort ihre Eier abzulegen. Wenn ein lauer Regen einsetzt, verlassen die Amphibien ihre Verstecke in Laubhaufen und im Boden, um Weiher und Tümpel aufzusuchen, in denen sie geboren wurden. Der Weg dorthin ist gefährlich, denn viele Amphibienwanderwege kreuzen Straßen. Die Kröten bezahlen mit ihrem Leben, selbst wenn sie nicht von den Reifen getroffen werden. Bereits bei Geschwindigkeiten von mehr als 30 km/h reicht der Luftsog unter dem Auto aus, um die fragilen Amphibienlungen zum Platzen zu bringen.

»Besonders werden Helfer gesucht, die den Zaun aufbauen und die während der Wanderzeit morgens und abends die Eimer am Krötenzaun leeren und die Tiere zählen. Die Aktion dauert von Ende Februar bis etwa Ende April«, sagt Astrid Muth.

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