01. Januar 2019, 20:17 Uhr

Daumen drücken für EU und Schalke

01. Januar 2019, 20:17 Uhr
Leopold Bach

Bei vielen endet das alte Jahr mit guten Vorsätzen für das neue, wobei man oft feststellt, dass die gutgemeinten Absichten schnell verrinnen. Trotzdem kann man sich für das Jahr etwas wünschen. Wir haben einige Vogelsberger zu ihren Wünschen für das Jahr 2019 befragt und hier sind die Antworten.

Volker Lein , Landwirt in Bleidenrod (Vorsitzender Kreisbauernverband): Als aktiver Landwirt wünsche ich uns ein Jahr ohne extreme Wetterereignisse und dass Tierseuchen aller Art den Vogelsberg und Hessen weiträumig umschiffen. Als Vertreter der Landwirtschaft wünsche ich mir einen fairen Umgang mit uns Bauern durch Gesellschaft, Behörden und vor allem der Politik.

Leopold Bach (neuer Bürgermeister von Feldatal): Die Europawahl im kommenden Jahr wird ein entscheidender Urnengang. Wir brauchen Europa. Wenn Populisten und EU-Gegner die Oberhand gewinnen, haben wir ein Problem. Obwohl die Vorteile der Europäischen Union, wie Frieden, ein enger Austausch, der Binnenmarkt und unternehmerische Beziehungen spürbar sind, zeigen sich viele Bürger unzufrieden. Ich bitte die Wirtschaft daher, diese Vorzüge offensiv zu kommunizieren und für das gemeinsam Erreichte zu werben. Auch das seit meinem Amtsantritt gemeinsam Erreichte in der Gemeinde Feldatal ist sehr positiv zu bewerten und ich wünsche mir für das Jahr 2019, dass die gute, konstruktive Zusammenarbeit in den Gremien fortgesetzt wird. Angestoßene Dinge sowie Neuentwicklungen weiterer Ideen sollen zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger eine Umsetzung erfahren.

Dr. Dietmar von dem Borne (Bürgerinitiative Gegenwind Vogelsberg, Gruppe Ulrichstein): Die Bürgerinitiative wünscht sich für die Zukunft im Jahr 2019 ein Moratorium für Windkraftanlagen – insbesondere im schon stark belasteten EU-Vogelschutzgebiet Vogelsberg – denn noch mehr Anlagen bringen nicht mehr für den Klimaschutz (ein Stichwort ist hier die Speicherproblematik). Stark gefährdete Arten wie Schwarzstorch, Rotmilan und der Raubwürger müssen im größten hessischen Vogelschutzgebiet Vorrang haben. Wir wünschen uns auch einen konstruktiven Dialog der kommunalen Gremien mit der Bevölkerung. Zu wichtigen Themen sollte – auch mittels digitaler Kommunikationswege – erst öffentlich informiert und diskutiert und dann entschieden werden. Und wir wünschen uns, dass die Medien auch über die massiven negativen Seiten der Windkraft objektiv berichten.

Ralph Kehl (Vorstand VR Bank HessenLand): Als überzeugter Genossenschaftsbanker habe ich die Erwartung, dass das Engagement all unserer Kolleginnen und Kollegen für Mitglieder, Kunden und unsere Region weiterhin einen Beitrag für die positive Entwicklung leistet. Durch das Miteinander zwischen Region und Genossenschaftsbank entstehen Fortschritt, Wirtschaftskraft und Anpassungsfähigkeit. Für die VR Bank habe ich die Erwartung, dass wir uns in einem zunehmend komplexer werdenden wirtschaftlichen und politischen Umfeld weiterhin gut behaupten und unverändert als die erste Bank vor Ort wahrgenommen werden. Für meine Heimatgemeinde Gemünden habe ich die Erwartung und erhoffe ich mir ein weiterhin kritisch, konstruktives Zusammenwirken der politischen Gremien zum Wohle aller Bürger, so wie es auch in den vergangenen Jahren zumeist gelungen ist. Für mein privates Umfeld habe ich die Erwartung, dass das stets gute und wertschätzende Miteinander jeden Einzelnen trägt und ihm Stütze, auch in schweren Zeiten, gibt. Meine ganz persönliche Erwartung für das Sportjahr 2019 ist, dass sich der FC Schalke wieder stabilisiert und zu alten Glanzzeiten zurückfindet...

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