Feldataler Windpark schrumpft

Feldatal (jol). Die Kraft des Windes weht in Feldatal weniger Geld in die Gemeindekasse als erhofft. In der Sitzung der Gemeindevertretung erläuterte Bürgermeister Dietmar Schlosser, dass am Eckmannshain nur vier statt fünf Anlagen geplant werden, und sie werden erst im nächsten Jahr gebaut.
29. April 2016, 19:03 Uhr
Die beiden roten Flächen bezeichnen links den Bereich Markhohl und rechts das ArealWolfhain . (Foto: jol)

Betreiber MSH will deshalb auch weniger Pacht an die Gemeinde zahlen. Zweite Mitteilung: Im Bereich Markhohl bei Groß-Felda können Rotoren gebaut werden, aber nur auf Romröder Gebiet. »Es ist alles im Fluss«, meinte Schlosser achselzuckend und teilte mit, dass der Gemeindevorstand weiter verhandelt, um ein gutes Ergebnis für Feldatal zu erzielen.

In der Zusammenkunft am Donnerstag im Gemeinschaftshaus Ermenrod berichtete Bürgermeister Schlosser von zähen Gesprächen mit dem Planer des Windparks Eckmannshain. Im Januar hat der Projektierer bereits mitgeteilt, dass sich die Planungen verzögern, weil das Regierungspräsidium den vorgesehenen Windkraftanlagen-Typ nicht zugelassen hat. Deshalb musste ein anderer Rotortyp angemeldet werden, weitere umfangreiche Gutachten zu Schall, Schattenwurf und anderem wurden nötig. Noch im Januar war das Planungsbüro optimistisch, Mitte des Jahres den Genehmigungsantrag für fünf Anlagen stellen zu können, um vor Jahresende zu bauen. Inzwischen, so Schlosser weiter, ist dieser Terminplan nicht mehr zu halten. Zudem sei nur noch von vier Anlagen die Rede. Die Folge sind mutmaßlich geringere Einnahmen, weshalb der Windpark-Betreiber auf eine Absenkung der Pachtpreise pocht. Auch werde wohl der Standort des Umspannwerks verlegt werden müssen, weil der Untergrund auf dem bislang vorgesehenen Grundstück nicht geeignet sei. Der neue Vertragsentwurf liege aber noch nicht vor, erst dann könne man darüber beraten, so Schlosser.

Zum Windpark Markhohl zwischen Groß-Felda und der Bundesstraße B 49 sagte der Bürgermeister, der Planer gehe davon aus, dass auf Romröder Gebiet drei Anlagen errichtet werden können. Der Projektierer will nun erreichen, dass die Fläche in der Romröder Gemarkung noch ausgeweitet wird. Davon hat die Gemeinde Feldatal aber wenig, denn die Einnahmen gehen weitgehend an die Nachbarkommune.

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