Analyseergebnis: Zu viel Quecksilber im Klärschlamm

Bad Nauheim (bk). Normalerweise wird der Klärschlamm, der im Kernstadt-Klärwerk entsteht, in der Landwirtschaft als Dünger verwendet. Der Schlamm, der in den letzten Wochen angefallen war, muss allerdings verbrannt werden. Wie Erster Stadtrat Armin Häuser auf Anfrage bestätigte, hätten die Rückstände einen zu hohen Quecksilberwert aufgewiesen.
19. Oktober 2010, 18:16 Uhr

Bad Nauheim (bk). Normalerweise wird der Klärschlamm, der im Kernstadt-Klärwerk entsteht, in der Landwirtschaft als Dünger verwendet. Der Schlamm, der in den letzten Wochen angefallen war, muss allerdings verbrannt werden. Wie Erster Stadtrat Armin Häuser auf Anfrage bestätigte, hätten die Rückstände einen zu hohen Quecksilberwert aufgewiesen. »Der Verursacher wurde schnell ermittelt, inzwischen sind die Messwerte wieder normal«, sagte Häuser.

Die Überschreitung des zulässigen Grenzwerts – er liegt für Quecksilber laut Klärschlammverordnung bei acht Milligramm pro Kilogramm Trockenmasse – wurde laut Häuser vor etwa vier Wochen bei einer der regelmäßigen Analysen registriert. Beim Verursacher, der nicht vorsätzlich gehandelt habe, handele es sich um eine Firma, der man die durch Verbrennung des Schlamms und zusätzliche Arbeitsstunden entstehenden Kosten in Rechnung stellen werde. Im gesäuberten Wasser, das in die Usa geleitet wird, wurden nach Aussage des Ersten Stadtrats keine erhöhten Schadstoffwerte ermittelt, eine Auffälligkeit habe sich nur im Klärschlamm ergeben.

Weil diese Rückstände als Dünger in der Landwirtschaft eingesetzt werden, muss die Zusammensetzung ständig untersucht werden. Für alle Schwermetalle gelten Grenzwerte. In der Wetterau kümmert sich die Gesellschaft Oberhessische Recycling Dienste (ORD) im Auftrag des Wetteraukreises um die Verwertung des Klärschlamms. Die Verantwortlichen hatten sich 1988 im Rahmen des »Wetterauer Modells« entschlossen, den Klärschlamm als Dünger einzusetzen und die darin enthaltenen Stoffe wie Phosphor, Stickstoff oder Magnesium wieder dem natürlichen Kreislauf zuzuführen. Nach ORD-Angaben macht der Schwermetall-Anteil im Wetterauer Schlamm etwa 0,2 Prozent aus.

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