09. März 2018, 07:00 Uhr

Okarben

Altes Trafohäuschen wird Eulen-Quartier

Das alte Trafohäuschen der Oberhessischen Versorgungs AG soll in absehbarer Zeit stillgelegt werden. Eine Zukunft hat es dennoch.
09. März 2018, 07:00 Uhr
Einige Kabel muss die Ovag noch verlegen, dann übergibt sie das Trafohaus der Stadt, die es an den NABU übergibt. (Foto: pe)

 

Schon seit Monaten laufen bei den zuständigen Stellen Überlegungen, was mit dem zehn Meter hohen Turm unweit des Naturfreundehauses geschehen soll. Dabei wurde durch Initiative der Unteren Naturschutzbehörde beim Wetteraukreis eine nette Idee ausgebrütet. Wie Bürgermeister Guido Rahn im Stadtparlament mitteilte, werde die Stadt das Gebäude übernehmen und es »zum Zwecke des Artenschutzes und zur Unterhaltung an den NABU Karben übergeben«.

Fachdienstleiter Heiko Heinzel ist damit schon länger befasst. Ein Kollege habe sich das Gebäude angeschaut, die Bausubstanz sei noch sehr gut. »Das Trafohaus hält noch viele Jahre.« Mit vor Ort waren Mitglieder des örtlichen Naturschutzbundes. Für diese sagt Regina König-Amann, man freue sich auf das Gebäude. Der NABU hat auch schon konkrete Pläne: »Wir wollen dort Nisthilfen für Schleiereulen schaffen.« Das passt gut, denn diese Eulenart brütet in großer Höhe. Sie ist vom Aussterben bedroht, kann aber durch Aktivitäten der Naturschützer gerettet werden. Dazu gehören geeignete Nistplätze, wie eben jenes Trafohäuschen.

 

Tiere brüten im Innenraum

 

Die rund 35 Zentimeter lange, hell gefärbte Eule erreicht eine Flügelspannweite von bis zu fast einem Meter. Die kleinsten Tiere wiegen etwa 200 Gramm, die größten etwa 500. Dazwischen liegen die europäischen Arten mit 300 bis 400 Gramm. Ihren Namen hat diese Eulenart von ihrem ausgeprägten herzförmigen Gesichtsschleier.

Die geschützten Tiere brüten übrigens nur in Innenräumen. Deshalb wäre der alte Ovag-Turm der ideale Ort. »Wir freuen uns schon darauf, müssen aber noch warten.« Die Ovag hat Naturschützern und Stadt nämlich jetzt mitgeteilt, dass die Übergabe erst im April erfolgen könne. Das hat seinen Grund darin, dass die neue Trafostation, die unweit von dem alten Turm errichtet wird, noch nicht fertiggestellt ist.

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